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7. Soroptimisten Club wurde in Düsseldorf online gegründet

Netzwerken in Düsseldorf : Frauen machen sich für Frauen stark

In Düsseldorf wurde der 7. Soroptimisten Club gegründet. Dabei handelt es sich um einen Service-Club für berufstätige Frauen, die sich vernetzen und anderen Frauen helfen wollen.

Vor einigen Monaten wusste Sonja Hottelmann noch nichts mit dem Begriff Soroptimisten anzufangen. Heute ist sie die Präsidentin des Soroptimisten-Clubs Kaiserswerth, den siebten Club dieser Art in Düsseldorf, der nun gegründet wurde. „Ich habe die Organisation über eine Bekannte kennengelernt und da ich das Netzwerken sehr schätze und mich die große Motivation der Frauen begeistert, habe ich gerne bei der Gründung des neuen Clubs mitgemacht“, sagt Hottelmann. Das würde zwar viel Arbeit bedeuten, sei aber eine sehr spannende Herausforderung.

Bei den Soroptimisten handelt es sich um einen Service-Club für berufstätige Frauen. Der Name leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet so viel wie „die besten Schwestern“. Das spiegelt auch die Haltung der Mitglieder wieder, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen einsetzen. Sie agieren lokal, regional, national und global. Gegründet wurde der erste Club 1921 in Kalifornien. Inzwischen gibt es alleine in Deutschland nun 228 dieser Zusammenschlüsse.

Eintreten kann man nicht einfach. Man muss gefragt werden oder ein Bewerbungsverfahren durchlaufen. „Es darf auch immer ein Beruf nur einmal vertreten sein“, erklärt die Künstlerin Gabi Luigs, die die Pressearbeit für den neuen Club übernommen hat. Dadurch würden sich eine große Vielfältigkeit, viele verschiedene Charaktere und Interessen und eine große Bandbreite an Wissen ergeben. 30 Mitglieder im Alter von Mitte 20 bis 72 Jahren gehören dem Club Kaiserswerth an, sie stammen aus ganz Düsseldorf. Denn der Name des Clubs hat nichts mit seinem Standort zu tun. „Er wurde von unseren Patinnen gewählt, weil er einfach schön ist. Zudem ist Kaiserswerth auch einfach toll“, sagt Hottelmann. Deshalb haben die Frauen den Stadtteil auch schon gemeinsam besucht.

Wie schon die anderen Düsseldorfer Soroptimistinnen treffen sich auch die neuen Mitglieder einmal im Monat im Industrieclub. In der Regel ist dann ein Referent zu Gast, der zu aktuellen oder zu Frauen-Themen spricht und diskutiert. An diesen Abenden wird auch an dem sozialen Projekt des Clubs gearbeitet, für das dann Gelder gesammelt werden. So konnten bereits 1200 Euro dem Trebecafé übergeben werden, welches eine Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen ist, deren Lebensmittelpunkt auf der Straße ist. „Wir haben aber auch dorthin Sachspenden gebracht wie Kleidung und Hygieneartikel und zwei Computer und einen Drucker“, sagt die Präsidentin. Zudem unterstützen nun zwei Mitglieder eine Besucherin des Cafés beim Erlernen der deutschen Sprache, damit diese ihre Ausbildung abschließen kann. „Das ist der Start einer gemeinsamen Zusammenarbeit, die etwas bewirkt – mit Aussicht auf mehr in der Zukunft“, sagt Luigs. Symbolisch übergeben wurde der Spendenscheck bei der Gründungsfeier. Diese fand aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht wie geplant mit 300 Gästen im Maxhaus, sondern nur online mit einer Video-Konferenz statt. „Das war aber dennoch sehr feierlich“, sagt Luigs. „Und wir sind damit der erste Soroptimisten-Club, der online gegründet wurde.“