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10. Metro-Group Marathon: 400.000 jubeln beim Lauf-Festival

10. Metro-Group Marathon : 400.000 jubeln beim Lauf-Festival

4000 Läufer starteten über die 42,195 Kilometer, 10 000 bei Kinder-, Staffel-, Handbiker- und Einradfahrer-Rennen. Das Wetter war angenehm, es gab nur wenige Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienste. Die Straßensperrungen klappten gut.

Die Stars bei den Männer und Frauen brachen bei der zehnten Auflage des Metro Group Marathons die Streckenrekorde. Und die anderen gut 14 000 Läufer? So mancher von ihnen ist seine persönliche Bestzeit gelaufen oder mit seinem Handbike oder dem Einrad gefahren. Kein Wunder, denn das Wetter war ausreichend warm, aber nicht heiß. Wenn nach Schätzungen des Veranstalters gut 400 000 Düsseldorfer am Straßenrand die Läufer anspornten, konnte der Jubiläumslauf in Düsseldorf nur gelingen. "Ich bin seit sechs Jahren dabei. Früher gab's einige Kritik an der Organisation. Das ist aber viel besser geworden", sagte Irma Jannicke aus Münster.

Nur 92 Mal mussten die Rettungsdienste (meist nur wegen Kleinigkeiten) helfen. 18 Personen kamen ins Krankenhaus, keiner wurde ernsthaft verletzt. Die 200 Einsatzkräfte sprachen von einem "ruhigen Tag". Anders die Läufer. "Der Papa traut sich heute zum ersten Mal beim Marathon", sagte die kleine Lana. Der Papa war heftig nervös und nestelte kurz vor dem Start um neun Uhr noch mal an den Schnürbändern der Schuhe.

Als die gut 4000 Teilnehmer dann aber auf der Strecke waren, lief's bei den meisten rund. Mit freundlicher Unterstützung von 168 Sanitätern entlang der Strecke und 127 Masseuren, die im Ziel die müden Beine wieder geschmeidig machten. Eine Million Becher, 12 000 Schwämme, 18 000 Bananen, 2600 Liter Cola: Es fehlte an nichts.

Düsseldorfer ist kein Frühaufsteher

Ganz im Gegensatz zu den Läufern, die natürlich so schnell wie möglich ins Ziel wollten, ließen sich die Zuschauer an der Strecke Zeit. In den ersten zwei Stunden des Rennens wagte sich kaum einer an die Strecke. Der Düsseldorfer ist eben kein Frühaufsteher. Dafür füllten sich die Bürgersteige ab Mittag doch deutlich.

Dabei stärkten die altbekannten Treffpunkte ihren Ruf als Stimmungshochburgen: Ganz Oberkassel ist leidenschaftlich dabei, dort frühstückten Anwohner zur Unterstützung der Läufer sogar draußen. Schon an der Oberkasseler Brücke machten Samba-Bands richtig Dampf auf dem Weg hinüber nach Oberkassel. "Wenn ich schon nicht laufe, dann klatsche ich wenigstens", sagte Mirja Bauser. Auch in Düsseltal pulsiert der Marathon, besonders die Fritz-Wüst-Straße ist eine Feststrecke. Die Berliner Allee hat sich ebenfalls zum Party-Punkt gemausert. Und sonst? Die Kö kommt gemessen an ihrem eigenen Anspruch viel zu bescheiden daher.

(RP)