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Düsseldorf: 400 neue Plätze für Flüchtlinge noch in diesem Jahr

Düsseldorf : 400 neue Plätze für Flüchtlinge noch in diesem Jahr

Baudezernent Gregor Bonin hat dem OB zugesagt, sich zügig um den fehlenden Wohnraum zu kümmern.

In die Suche nach zusätzlichen Plätzen für Asylbewerber kommt Bewegung. Baudezernent Gregor Bonin hat OB Thomas Geisel zugesagt, bis Ende des Jahres 400 weitere Unterbringungsplätze für Flüchtlinge in Düsseldorf zu schaffen. Damit reagiert die Stadt auf die stetig steigende Zahl an Asylbewerbern.

Die umstrittene Unterbringung in Hotels wird durch diesen Ausbau der Kapazitäten aber nicht beendet: Bis zum Ende des Jahres soll die Zahl der Flüchtlinge in der Stadt auf 1900 steigen, das sind rund 400 mehr, als sich derzeit in Düsseldorf befinden - die neuen Plätze reichen also nur für den Mehrbedarf. Im kommenden Jahr sollen deshalb 900 weitere Plätze geschaffen werden.

Ziel der Stadt ist es, die Unterbringung in Hotels zu beenden. Sie gilt als problematisch für die Menschen, unter anderem, weil Kochgelegenheiten fehlen und häufig Umzüge anstehen, die Schulwechsel der Kinder nach sich ziehen. Zudem entstehen der Stadt Kosten in Höhe von sechs Millionen Euro im Jahr; andere Formen der Unterbringung sind deutlich preiswerter.

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Wo im Stadtgebiet die neuen Unterkünfte geschaffen werden, ist noch unklar. Aus dem Rathaus heißt es, man plane eine große Unterkunft mit bis zu 200 Plätzen und mehrere kleinere. Unter anderem sollen eine leerstehende Alteneinrichtung eines Wohlfahrtsverbands und ein Hotel umfunktioniert werden. Beim "Runden Tisch" am 30. September hatten auch die Kirchen ihre Unterstützung zugesagt. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki bot zum Beispiel zwei kleinere Immobilien der katholischen Kirche an. Die Stadt prüft außerdem Kapazitäten in eigenen Immobilien, will aber auch zusätzlich Wohnraum mieten oder kaufen.

Das Baudezernat arbeitet zugleich an Vorschlägen für den zusätzlichen Wohnraum für Flüchtlinge, der im kommenden Jahr entstehen soll. Dabei wird diskutiert, ob die Stadt auch Unterkünfte bauen soll. Immer wieder waren Wohncontainer im Gespräch. Für das kommende Jahr wird wegen der vielen weltpolitischen Krisen mit einem weiteren Anstieg der Flüchtlingszahl gerechnet.

Geisel hatte beim Amtsantritt angekündigt, das Thema zügig anzugehen. Er kritisierte, dass die Stadt in den vergangenen Jahren nicht ausreichend auf den damals schon prognostizierten steigenden Bedarf reagiert hatte und deshalb immer mehr Zimmer in Hotels anmieten musste.

Beim nächsten Treffen des "Runden Tischs" am 18. November will die Stadtspitze auch ansprechen, wie sich die Betreuung der Flüchtlinge und ihre Integration verbessern lässt. An dem Treffen nehmen unter anderem Politiker, Wohlfahrtsverbände und Flüchtlingsinitiativen teil. Auch der Stadtsportbund wird diesmal dabei sein. Ziel ist es, dass die Teilnehmer ihre Netzwerke aktivieren.

(RP)