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21-Jähriger hat Blutkrebs - Stadtwerke-Mitarbeiter organisieren Hilfe

21-Jähriger an Leukämie erkrankt : Zooey will leben

Der 21-Jährige hat Leukämie. Den Kampf gibt der Auszubildende der Stadtwerke Hilden aber nicht auf. Seine Kollegen organisieren zurzeit eine große Typisierungsaktion für ihn.

Nein, ein Telefonat oder gar ein Treffen sei nicht möglich. Zooey Leisner gehe es momentan nicht gut, er sei sehr schwach, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Sabine Müller. Der 21-Jährige, der aus Düsseldorf stammt, arbeitet bei dem Hildener Energieversorger – und er hat Blutkrebs. Eine Stammzellenspende sei seine einzige Überlebenschance, teilt die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) mit. Daher planen die Stadtwerke eine große Typisierungsaktion. Die Chance, dass alle Gewebemerkmale zwischen Spender und Patienten übereinstimmen, liegt bei 1:30.000 bis 1:mehreren Millionen. Insofern ist wichtig, dass möglichst viele Menschen registriert sind.

„Er ist im dritten Lehrjahr zum Anlagenmechaniker für Versorgungstechnik“, so Sabine Müller. „Seit der Diagnose im Februar ist nichts mehr, wie es war. Herr Leisner kämpft nun schon drei Monate mit dem Krebs. Er ist sehr optimistisch und hofft.“ Sein Alltag wird nun von Krankenhausaufenthalten und Chemotherapien bestimmt. Familie und Freunde sieht der junge Auszubildende kaum. Nach Angaben der Ärzte brauche er dringend einen geeigneten Knochenmarkspender.

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„Als wir von Zooeys Diagnose erfuhren, waren wir alle sehr geschockt. Wir wollten nicht nur abwarten, sondern als Unternehmen gemeinsam etwas bewegen – für Zooey und alle anderen Blutkrebs-Patienten“, sagt Daniel Giesler, Betriebsratsvorsitzender der Stadtwerke Hilden und Mitinitiator der Registrierungsaktion.

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich am Samstag, 25. Mai, 10-15 Uhr, bei den Stadtwerken in Hilden, Am Feuerwehrhaus 1, als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. Sollte es einen Treffer geben, reicht laut DKMS in 80 Prozent der Fälle eine spezielle Blutspende aus. Bei einer Knochenmarkspende (restliche 20 Prozent) werde dem Spender unter Vollnarkose aus dem Beckenkamm etwa fünf Prozent seines Knochenmarks entnommen. Innerhalb von zwei bis vier Wochen regeneriert sich das Knochenmark beim Spender, hieß es weiter. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird dann vor Ort beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mit Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können.

Wer nicht zur Typisierungsaktion in Hilden kommen kann, kann sich auch per Post registrieren lassen. Auf der Internetseite www.dkms.de (unter dem Punkt „Spender werden“) müssen dafür fünf kurze Fragen (Alter, Gesundheit, Größe usw.) beantwortet werden, danach beginnt die Registrierung. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei verschickt im Anschluss das Wattestäbchen, das der potenzielle Spender dann nach Probeabgabe wieder zurückschickt.