Brauerei Uerige in Düsseldorf: 2013 gibt es Wodka der Toten Hosen

Brauerei Uerige in Düsseldorf: 2013 gibt es Wodka der Toten Hosen

Wodka gehört heute zu den meistverkauftesten Branntweinen der Welt. Die bekanntesten Sorten stammen aus Russland, Polen oder Finnland. Wenn alles so klappt, wie Uerige-Baas Michael Schnitzler sich das vorstellt, wird die Düsseldorfer Hausbrauerei im nächsten Jahr auch zum Wodka-Hersteller.

Denn dass der Uerige das russische National-Getränk auch herstellen kann, das hat Brenn-Meister André Meurer in diesem Jahr schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Weil die Toten Hosen ihr 30-jähriges Bestehen feierten, schenkte der Uerige der Düsseldorfer Band eine Spezialität, die es bislang noch nicht gab: selbst gebrannten Wodka.

Meurer stellte eine Maische aus Roggenvollkorn her, brannte, destillierte und filterte. Entstanden ist daraus eine 4,5-Liter-Flasche Wodka mit dem Namen "1862", dem Gründungsjahr des Uerigen. Dazu bekamen die Hosen noch 30 Halbe-Liter-Flaschen geschenkt. "So wie ich gehört habe, ist von dem Wodka nicht mehr viel übrig", sagt Schnitzler und lacht. Er kann sich vorstellen, mit der Wodka-Marke "1862" im nächsten Jahr an den Start zu gehen und zu verkaufen. "Aber erst im Herbst", sagt der Baas.

Bis dahin können sich Freunde des Hochprozentigen an weiteren Spezialitäten aus dem Uerigen erfreuen. Kurz vor dem Ende des Jubiläumsjahres präsentieren die Brauer jetzt noch mal ein ganz besonderes Bier: Das "Uerige Doppelsticke edition 1862" ist in einer streng limitierten Auflage von nur 150 Flaschen gebraut worden. "Damit wollen wir unser Können und unsere Kreativität unter Beweis stellen", sagt Schnitzler.

Die Rohstoffe: Drei verschiedene Gerstenmalze aus führenden Mälzereien in Deutschland, dazu Aromahopfen aus der Hallertau sind im traditionellen Brauverfahren miteinander gemischt worden. Nach dem sechs Monate dauernden Brauprozess reifte dieses Bier noch mal zwölf Monate lang in jenem Whiskey-Fass, in dem in diesem Jahr auch der prämierte Whiskey "Baas" hergestellt wurde.

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Das Bier ist mahagonifarben und schmeckt ganz leicht nach Whiskey und Sherry. "Das Doppelsticke ist ein Produkt für echte Genießer, das trinkt man nicht mal eben so draußen an der Mauer", sagt Schnitzler. Verständlich: bei einem Alkoholgehalt von 12,4 Prozent kein Bier, das man mal eben so zum Durst löschen weg trinkt.

Abgefüllt, von einer Schweizer-Spezial-Maschine verkorkt, und etikettiert wird das Doppelsticke in 0,375 Champagner-Flaschen. Eine Flasche kostet 18,62 Euro und ist im Stammhaus zu kaufen. Wer allerdings noch eine haben möchte, sollte sich beieilen. 50 Flaschen sind bereits in die USA geliefert worden, 50 an einem Biersommelier in Österreich. Nachschub gibt es erst mal nicht, ausgeschlossen ist das aber nicht. An neuen Produkten wird gearbeitet.

Schnitzler und seine Mannschaft freuen sich, dass die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen so gut angekommen sind. "Wir haben Resonanz aus aller Welt". Die Fans schreiben sogar aus Ägypten.

(wie)
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