Kommentar 2:0 für die Düsseldorfer

In kurzer Zeit ist es das zweite Denkmal, das Düsseldorf einer Privatinitiative verdankt. Erst wurde das Mendelssohn-Standbild neben der Oper verwirklicht, jetzt soll Fußballheld Toni Turek an der Arena lebensgroß in Bronze auf die Fußball-Fans herabschauen.

Ob Musik oder Sport: In beiden Fällen handelt es sich um schöne Düsseldorfer Geschichten, denn Bürger wollen für jemanden, der in der Stadt gewirkt hat, eine bleibende Erinnerung stiften. Dass im Falle Toni Tureks auch die städtischen Pannen endgültig überspielt werden, ist besonders schön. Ein Denkmal beschließen und aus Steuermitteln finanzieren kann schließlich (fast) jede Stadt – das Engagement der vielen Privatleute und Unternehmen dagegen kommt nicht von oben, sondern von unten, da beflügelte der eine den anderen. Applaus also und La Ola! Übrigens: Eigentlich wäre das Denkmal 50 000 Euro teurer – aber Gießer und Bronzelieferant sind Fortuna-Fans. Uwe-Jens Ruhnau

(RP)
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