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Düsseldorf: 16 Millionen mehr für Unterbringung von Flüchtlingen

Düsseldorf : 16 Millionen mehr für Unterbringung von Flüchtlingen

Die steigende Zahl von Flüchtlingen lässt die Kosten der Unterbringung erheblich steigen. Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte gestern zu, rund 16 Millionen Euro mehr als geplant bereitzustellen. Dadurch liegen die Kosten für Unterbringung für das laufende Jahr bei 23,5 Millionen Euro. Der Rat muss der Vorlage noch zustimmen.

Größter Posten ist mit rund zehn Millionen Euro die Miete für Hotelzimmer. Derzeit sind 825 Flüchtlinge in Hotels untergebracht, da es an anderen Wohnplätzen fehlt. Pro Person und Tag werden im Durchschnitt 37,14 Euro fällig. Für die 3007 Flüchtlinge in Düsseldorf (Stichtag 1. Juni) standen zudem 1957 Plätze in Sammelunterkünften und 200 Plätze in Wohnmodulanlagen zur Verfügung, 200 Plätze in befristeten Notlösungen in Schulgebäuden und Turnhallen.

Um die Situation der Flüchtlinge zu verbessern und die Kosten zu senken, investiert die Stadt in den Bau von Wohnmodulen und mietet zudem Immobilien an. Die monatlichen Kosten pro Person sollen bei einem Viertel der Summe für einen Platz im Hotel liegen. Eine Wohnanlage in Benrath ist bereits bezogen worden, für vier weitere (Golzheim, Stockum, Ludenberg, Lohausen) ist die Ausschreibung erfolgt; die Gebäude sollen im Sommer fertig sein. Im Herbst sollen fünf weitere Anlagen (Angermund, Benrath, Lörick, Oberbilk, Gerresheim) errichtet werden, Anfang 2016 weitere vier.

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Derzeit steigt die Zahl der Flüchtlinge pro Monat netto um 134 Personen. Die Stadt plant mit einem Platzbedarf am Jahresende von 4700 bis 5000. Eine Prognose für 2016 sei derzeit kaum möglich, heißt es. Sollte sich die Dynamik von 2015 fortsetzen, würde die Zahl der Flüchtlinge auf 8000 steigen.

(arl)