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Quartier Central: 150 Wohnungen statt Büros

Quartier Central : 150 Wohnungen statt Büros

Im Quartier Central werden noch mehr Wohnungen geschaffen als ursprünglich geplant. Nach 300 Einheiten in zwei Hochhäusern hat der Entwickler eine Option auf ein drittes Baufeld. Das wären zusätzlich 150 Wohnungen.

In Düsseldorf fehlt Wohnraum — vor allem in Hinsicht auf die Zukunft, wenn die 600 000-Einwohner-Marke geknackt werden sollte. Eines der großen Wohnneubaugebiete ist das Areal des alten Derendorfer Güterbahnhofs, in dem rund 1500 Wohnungen geschaffen werden. Zudem waren dort 160 000 Quadratmeter Büroflächen vorgesehen. Das wird sich im neuen französischen Viertel Quartier Central deutlich verändern. Zu den beiden bereits geplanten Hochhäusern und Geschossbauten mit rund 300 zusätzlichen Wohnungen werden wohl noch mal 150 dazu kommen. Statt Büros. Ob ein drittes Hochhaus realisiert wird, ist noch nicht klar.

Mindestens 450 Wohnungen mehr

Da die Vermarktung von Büros stockt, hatte sich der Kölner Projektentwickler Pandion im vergangenen Jahr entschlossen, im westlichen Bereich zur Bahnlinie hin auch Wohnungsbau zu realisieren. Auf den bisher allein für Büroflächen vorgesehenen Baufeldern zwischen Wehrhahn und Franklinbrücke wird Pandion die Wohnungen bauen.

In zwei jeweils 55 Meter hohen Wohnhochhäusern gibt es auf 17 Geschossen jeweils 100 Wohnungen, außerdem sind weitere 100 Wohnungen in normalem Wohngeschossbau vorgesehen. Dazu kommt jetzt ein drittes Baufeld, auf das das Kölner Unternehmen eine Option besitzt, sagte der Projektleiter Harald Krass gestern der Rheinischen Post. Dort könnten noch mal mindestens 150 Wohnungen erstellt werden.

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Pandion hatte 2010 im Quartier Central die ersten zwei Baufelder mit einer Gesamtfläche von mehr als 11 500 Quadratmeter erworben. Die beiden Grundstücke liegen zwischen Toulouser Allee und Berty-Albrecht-Park. Baubeginn für die beiden Bauriegel ist 2011 beziehungsweise 2012. Der dritte Riegel schließt sich in nördliche Richtung an. "Wenn die Vermarktung gut läuft, werden wir die Option für diesen Bereich ziehen und auch dort weitere Wohnungen errichten", sagte Krass.

Pandion wird von Drei- bis hin zu Fünf-Zimmer-Wohnungen eine breite Palette an Wohnungsgrößen bauen. Die meisten würden aber Drei-Zimmer-Wohnungen seien, sagt Krass. Zwischen 60 und bis weit über 100 Quadratmeter groß sollen die Zuschnitte der Wohnungen sein. Man werde Eigentumswohnungen ebenso wie Mietwohnungen anstreben.

Zu den Preisen könne er noch nichts sagen, da die direkte Vermarktung noch nicht begonnen habe, sagte Krass. Sie sollen sich aber durchaus im bezahlbaren Bereich wiederfinden.

(RP)