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Staatspräsident in Düsseldorf: 15 weiße Mäuse für Herrn Xi aus China

Staatspräsident in Düsseldorf : 15 weiße Mäuse für Herrn Xi aus China

Wenn der chinesische Staatspräsident Xi Jinping am Samstag zu Gast ist, gilt die höchste Sicherheitsstufe. Nachmittags will er nach Duisburg – und damit er staufrei dorthin gelangt, wird die Polizei zeitweise die Route sperren.

Wenn der chinesische Staatspräsident Xi Jinping am Samstag zu Gast ist, gilt die höchste Sicherheitsstufe. Nachmittags will er nach Duisburg — und damit er staufrei dorthin gelangt, wird die Polizei zeitweise die Route sperren.

Wenn der Jet des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping am Sonntagmorgen vom Düsseldorfer Flughafen Richtung Brüssel abhebt, dann wird es zumindest im Polizeipräsidium reichlich Erleichterung geben. Denn von dem Augenblick an, in dem Chinas starker Mann Samstagmittag Düsseldorfer Boden betritt, ist die Sicherheit des Staatsoberhauptes Sache der hiesigen Behörde. Xi wird, wie US-Präsident Barack Obama, Russlands Wladimir Putin oder auch der Papst mit dem umsorgt, was bei den Fachleuten "höchste Sicherheitslage" heißt. Was genau sich dahinter verbirgt, sagt keiner, und angeblich zugeschweißte Gully-Deckel (um Bombenlegern kein bequemes Depot zu liefern!) ist noch die harmloseste Variante des Konzepts. Fest steht: Der Mann und seine Entourage werden rund um die Uhr und so gründlich bewacht wie sonst kein Gast der Stadt.

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Und weil der ein Staatsoberhaupt auf Staatsbesuch ist, steht ihm auch eine entsprechende Eskorte zu: Auf dem Weg vom Flughafen zum Interconti an der Kö oder später nach Duisburg zum Hafen Logport wird Xi von 15 Polizisten auf dem Motorrad geführt — so genannten Weißen Mäusen. Viel Arbeit werden die nicht haben — große Teile der Route werden für den normalen Verkehr immer wieder gesperrt, wenn der Mann aus Peking vorbei muss.

Den Freitag verbringt Chinas Staatspräsident Xi Jinping mit seiner Frau Peng Liyuan in Berlin. Auf dem Programm stehen Treffen mit Bundespräsident Joachim Gauck und seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem Mann Joachim Sauer. Nach einem Freundschaftsspiel der chinesischen Jugendfußballmannschaft gegen die VfL Wolfsburg Jugendauswahl im Berliner Olympiapark am Samstagvormittag fliegt Xi Jinping nach Düsseldorf.

Die Maschine landet mittags, danach steht ein Gespräch mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) auf dem Programm. Nachmittags geht es zum Duisburger Hafen, wo der Yuxinou-Expresss aus Chongqing, ein Gütertransport, feierlich einfährt. Abends gibt es ein Festbankett mit dem Landeskabinett und anderen hochrangigen Gästen im Hotel Intercontinental an der Königsallee, das fast komplett für die chinesische Delegation reserviert ist.

Nach Informationen unserer Zeitung wird Xi Jinping in Düsseldorf aber nicht die Staatskanzlei im Stadttor besuchen. Der Sicherheitsaufwand in dem der Öffentlichkeit zugänglichen Gebäude wäre viel zu groß. Aus dem gleichen Grund wird er auch nicht in das Düsseldorfer Rathaus kommen und sich entsprechend auch nicht, wie andere Staatsgäste vor ihm, in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Denn das Buch verlässt die Mauern des Hauses nicht. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers werden also in das Hotel Interconti gehen, um dem chinesischen Staatschef die Aufwartung zu machen. Das liegt nicht etwa daran, dass Staatskanzlei oder Rathaus als unsichere Orte gelten. Der Aufwand, diese Gebäude zu überwachen, wäre schlicht zu groß für einen Kurzbesuch. Angeblich sind Mitarbeiter des chinesischen Präsidenten schon seit mehr als einem Monat in der Stadt, um den Besuch vorzubereiten. Alle Hoffnung ruht nun darauf, dass Xi Jinping bei seinem Deutschlandbesuch Düsseldorf als neuen Standort für ein Generalkonsulat bestätigen wird.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Xi Jinping – Chinas neue Nummer eins

(RP)