Düsseldorf: 1000 Spieler beim "Festival du Pétanque"

Düsseldorf : 1000 Spieler beim "Festival du Pétanque"

Club Düsseldorf sur Place hat das Turnier am Rheinufer organisiert. Viele Spieler aus Frankreich und Belgien.

An der Rheinuferpromenade wurde französisch gesprochen: "Allez", "donné" und "sur place" war von Freitag bis Montag fast überall und immer mal wieder zu hören. Der Grund: das "Festival du Pétanque" belebte das Wochenende über die Promenade. Rund 1000 Spieler, teils aus Frankreich und Belgien hatten sich angemeldet um auf den Splitplätzen ihre Eisenkugeln möglichst nahe an das "Schweinchen" zu platzieren.

Organisator des seit 28 Jahren stattfindenden Festival der französischen Boule-Sportart ist Bernhard Lemm-Rödel vom Düsseldorfer Pétanque-Club "Düsseldorf sur Place". "Am Samstag zum Beispiel waren gegen Ende nur noch Belgier, Franzosen und ein paar deutsche Meister hier, das hat riesigen Spaß gemacht", sagte Lemm-Rödel. Sonst konnte er sich über mangelnden Zuspruch allerdings nicht beklagen: "Teilweise waren so viele Spieler hier, dass wir bis zum Landtag ,terrain libre' ausgewiesen haben, also nicht-offizielle Spielflächen, auf denen Begeisterte trotzdem ein paar Kugeln werfen können." Etwa 1000 angemeldete Spieler nahmen an den Turnieren teil, insgesamt dürften es jedoch deutlich mehr Spieler gewesen sein.

Neben verschiedenen Lizenzturnieren, bei denen nur dem Verband gemeldete Spieler teilnehmen durften, fanden auch offene Turniere wie die Düsseldorfer Stadtmeisterschaft statt. Stadtmeister wurde die Triplette, also das Dreierteam, um Markus Kirchberg.

Gespannt auf der oberen Ebene der Rheinuferpromenade sah auch Lena Tiedermann (19) den Pétanque-Spielern zu. "Es ist ja eigentlich eine Sportart, die man eher im Urlaub spielt. Jetzt den Profis zuzugucken, finde ich sehr spannend," sagte sie. Überhaupt sei es eine schöne Abwechselung - sonst sehe man diese Sportart ja eher selten. "Man braucht aber ein paar Minuten, um reinzukommen. Wenn man dann alles versteht, ist es sehr spannend."

(jim)