Zum Tag des offenen Denkmals viele Aktionen im Kreiskulturzentrum in Zons

Kreiskulturzentrum Zons : Beliebte „Familienzeit“ in Zons

Viele Aktionen im Kreismuseum, im Kreis- und Mundartarchiv.

Einen Blick aus dem mächtigen Juddeturm auf Zons werfen oder die Burganlage Friedestrom erkunden – am Tag des offenen Denkmals am Sonntag konnte an vielen Stellen im Stadtgebiet Historisches entdeckt werden. Im 25. Jahr dieses besonderen Tages hatte sich das Kreiskulturzentrum Zons ein spezielles Motto ausgedacht: Als „Familienzeit“ gab es im Kreismusuem- und Archiv eine Reihe interaktiver wie informativer Angebote, die familiengerecht aufbereitet wurden: „Entdecken – Erleben – Mitmachen“.

„Wir möchten den Familien interessante Stunden im Rhein-Kreis ermöglichen, in denen sie ihre Heimat noch besser kennenlernen können“, sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der die „Familienzeit“ offiziell eröffnete. „Ich gehe zwar davon aus, dass alle schon häufig das Museum und vielleicht auch die Burganlage besucht haben – aber noch nie haben wir das Gymnasium Marienberg ins Museum geholt.“ Damit meinte er die aufsehenerregende Modenschau, die die Schülerinnen der achten Klasse ein halbes Jahr vorbereitet hatten: Sie präsentierten Haute Couture aus Papier und hatten sich alles vom Design bis zur Umsetzung selbst ausgedacht. „Wer braucht schon Paris, wenn es Zons gibt“, sagte Anna Karina Hahn, Leiterin des Kreismuseums, begeistert von den tragbaren Kunstwerken, die – mal ausladend, mal folkloristisch, minimalistisch oder bunt – vorgeführt wurden.

„Damit und mit dem kompletten Programm wollen wir zeigen, dass viele verschiedene Gruppen dieselben Interessen verfolgen“, sagte Petrauschke. „Wir müssen aktiv gegen Abgrenzung und Eingrenzung vorgehen. In Zons wurde früher Zoll erhoben, um sich abzugrenzen. Die Feste ist ein gutes Beispiel dafür, dass man sich auch entwickeln und sich öffnen kann.“

Neben dem Spielbus und dem Medienbus, die kreative Angebote für Kinder und Jugendliche vorhielten, bot das Kreismuseum Führungen durch die Ausstellung „Busy Girl – Barbie macht Karriere“.

Gut besucht waren aber auch die Führungen durch die Räume, Türme und Innenhöfe von Burg Friedestrom. Am Tag des offenen Denkmals besteht zudem die Möglichkeit, den Juddeturm zu besichtigen. „Es ist einfach zu eng, um die Besucher ohne Führung dort hineinzulassen, deswegen freuen sich viele auf die Gelegenheit“, sagte Kreisarchivar Dr. Stephen Schröder, der mit Peter Ströer die Führungen übernahm.

Zahlreiche Infostände der Institutionen boten Aktionen, Gewinnspiele oder – im Fall der evd Dormagen – gekühltes Wasser als Erfrischung.

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