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Dormagen: Zuhause für Tiere im Urlaub

Dormagen : Zuhause für Tiere im Urlaub

In den Urlaub kann man sein Haustier nicht immer mitnehmen. Was tun mit den tierischen Freunden während der Ferien? Die NGZ hat sich umgehört, wo und wie das Haustier während eines Urlaubes unterkommt.

Vor dem Urlaub werden Haustiere oft zum Planungsproblem. "Hotels erlauben in der Regel keine Mitnahme von Tieren", sagt Claudia Reuter vom Reisebüro Spiekermann in Dormagen. Generell sei die Mitnahme von Haustieren in den Urlaub schwierig — und muss individuell geklärt werden. Doch wohin mit dem Haustier? Jedenfalls nicht irgendwohin — mit Beginn der Ferien stehen viele Haustiere buchstäblich auf der Straße. Ausgesetzt an Straßenrändern, Autobahnraststätten und in Wäldern. Die Tierheime in Deutschland müssen allein in den Sommermonaten bundesweit bis zu 70 000 Tiere aufnehmen.

"Wir nehmen nahezu alle Tiere auf", sagt Heinz-Karl Rehbein im Dormagener Tierheim, das derzeit nur angemeldete Gäste versorgt — sogar zwei Papageien sind dabei. Rehbein gibt aber gerne zu, dass das Tierheim zwar die günstigere, aber nicht immer die beste Adresse ist. Insbesondere Hunde seien in einer "Pension" besser aufgehoben, die es auch in Dormagen gibt. Dort können die Tiere in einer Gruppe gehalten werden, während das Tierheim dazu verpflichtet ist, die Tiere voneinander zu separieren. In einer Pension bekommen die Tiere Auslauf. Herrchen oder Frauchen kann sogar darüber entscheiden, welches Futter das Tier bekommt. Die Preise sind sehr unterschiedlich, liegen aber zwischen 15 und 50 Euro pro Tag.

Heinz-Karl Rehbein kann die Sorge um das Wohlergehen des Haustieres gut verstehen: Tiere seien Familienmitglieder, "die möchte man nur ungern abgeben", sagt er. Zumal die Deutschen eine ungewöhnlich enge Beziehung zu ihren Lieblingen pflegten. Er habe schon Besitzer getroffen, denen es sehr schwer gefallen sei, sich von ihrem Hund zu lösen. Auch kam es vor, dass ein Hund zu wenig gegessen hat, als er im Tierheim war. Für Rehbein kommt ein Urlaub ohne seine drei Hunde nicht in Frage. "Ich bin nur noch als ,Caravaner' unterwegs. So kann ich sie immer mitnehmen", sagt er. Wer seinen Hund mitnehmen möchte, muss Einiges beachten: Im Auto sollte das Tier eine eigene, große Box haben. Außerdem sollte dem Tier alle zwei Stunden Auslauf gewährt werden. So hält es auch Heinz-Karl Rehbein. Der Aufwand ist groß: "Wenn ich unterwegs bin, habe ich immer riesiges Equipment mit dabei", sagt er.

Bei Flügen wird es problematisch: "Die Airline verlangt eine Gebühr für den Transport der Tiere", sagt Claudia Reuter. Die sind beim Flug zudem womöglich im Frachtraum untergebracht. Zu klären ist auch, ob das Urlaubsland die Einreise des Tieres offiziell gestattet.

(NGZ)