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Dormagen: Zufriedene Müllsammler

Dormagen : Zufriedene Müllsammler

Viele fleißige Helfer machten sich am Samstag nützlich und befreiten Dormagen am Sauberhaft-Tag von Müll und Dreck. Freiwillige versammelten sich in allen Stadtteilen. Die NGZ hat einige begleitet.

Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen beteiligten sich zahlreiche Vereine und Organisationen, Schulen und Kindergärten, aber auch Familien und Nachbarschaften wieder am Sauberhaft-Tag, dem zehnten. Insgesamt zählten die Organisatoren rund 2500 Helfer.

Größter Aktivposten war das Bettina-von-Arnim-Gymnasium mit über hundert Helfern. Aber auch kleine Initiativen wie der Förderverein Missionshaus Knechtsteden mit drei Teilnehmern machten mit. Während die meisten Schulen und Kindergärten bereits am Freitag im Einsatz waren, standen am Samstagmorgen vor allem Familien mit Müllsäcken und Handschuhen in den Startlöchern. Viele sind schon seit Jahren regelmäßig dabei, wenn es darum geht, im eigenen Wohnort sauber zu machen und das nicht nur aus reinem Verantwortungsgefühl und Umweltbewusstsein: Gerade für die Kinder ist das Müllsammeln ein großer Spaß.

In Straberg war Familie Storm mit von der Partie: Vater Roland kam mit Fine (7), Casimir (4) und Ingar (2). Drei Tüten Müll hatten sie am Ende gefüllt. "Wir haben sogar einen Fahrradreifen gefunden", berichtete Casimir stolz. Auch die beiden achtjährigen Paul und Luis sammelten fleißig um die Wette. Ihr größter Fund: Ein alter Softball, der sich noch hervorragend für einen kurzen Kick zwischendurch eignete, dann jedoch auch in den großen Müllsack wanderte. Hauptsächlich Papier, Flaschen, Dosen und anderer Kleinmüll förderten die Straberger zu Tage. Größere illegale Müllkippen gab es nicht.

"Dieses Mal war es angenehm sauber gegenüber den Vorjahren", zog "Vor-Ort-Koordinator" Manfred Steiner mittags für Straberg Bilanz. "Aber das Witzige ist ja", ergänzt Steiner "je mehr Müll man findet, desto mehr Spaß macht es." So wie in Straberg arbeiteten sich auch in den übrigen Stadtteilen Jung und Alt gemeinsam durch Gebüsch und Wiesen. Die jüngsten Müllsammler waren gerade zwei Jahre alt, die ältesten über 70. "Organisatorisch hat alles hervorragend geklappt", zeigte sich Guido Schenk von der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen am Ende vollauf zufrieden mit dem Ablauf. Großes Lob zollte er vor allem den ehrenamtlichen Koordinatoren, die die Aktion im Vorfeld mit vorbereitet und in ihren Stadtteilen zahlreiche Helfer mobilisiert hatten. Zum Schluss gab es für die fleißigen Sammler auch eine Belohnung: heiße Erbsensuppe mit Brötchen vom DRK.

(NGZ)