Dormagen: Zuflussregelung an der A 57 startet später als geplant

Dormagen: Zuflussregelung an der A 57 startet später als geplant

Bei der elektronischen Zuflussregelung an der Autobahn 57 im Bereich Dormagen und Köln-Worringen (jeweils in Richtung Neuss und in Richtung Köln) kommt es zu einer Verzögerung. Zwar stehen die entsprechenden Ampeln an den Auffahrten kurz vor den Beschleunigungsstreifen bereits seit dem Spätsommer 2017. Doch in den Regelbetrieb gehen sie nach jetzigem Stand erst im April oder Mai dieses Jahres. Das teilte Volker Gronau aus der Verkehrsredaktion der Verkehrszentrale von Straßen.NRW mit Sitz in Leverkusen gestern auf Anfrage mit.

Die Zuflussregler sollen dafür sorgen, dass die Anzahl der Staus auf der Autobahn 57 verringert wird. Autofahrer, die desöfteren oder regelmäßig in Dormagen auf die A 57 auffahren, wunderten sich indes bereits, dass die Anlage immer noch nicht läuft. Allerdings hatte Straßen.NRW Ende August bereits darauf hingewiesen, dass die Inbetriebnahme erst im ersten Quartal 2018 erfolgen werde. Jetzt wird es wohl das zweite Quartal werden.

Dass die Anlage grundsätzlich fertig montiert ist, bestätigte Volker Gronau, ergänzte aber, dass noch Software für die Verkehrszentrale benötigt werde. "Diese steht aber vor der Auslieferung", sagte der Sprecher. Damit ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Denn dann folgt die Erprobungsphase. Unter anderem werde eine Zeit lang beobachtet, wie sich die Verkehrsteilnehmer verhalten und die Anlage im "Live-Betrieb" annehmen, sprich: sich an deren Anzeige halten. Auch die genaue Einstellung, etwa, wieviele Sekunden die Zuflussampel Grün zeigt, ehe sie wieder umspringt, müsse erst erprobt werden, so Gronau: "Für die Feinjustierung muss man etwa fünf bis sechs Wochen veranschlagen." In dieser Zeit kann die Anlage immer mal wieder ausgeschaltet sein, der Betrieb wird zunächst nicht dauerhaft sein. Ist die Testphase abgeschlossen, holt Straßen.NRW noch die Meinungen der Kommunen und der Bezirksregierung ein, die das letzte Wort hat. "Die Bezirksregierung ist letztendlich die Behörde, die den Stempel draufmacht", drückt Volker Gronau es anschaulich aus.

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In die insgesamt vier Signalanlagen in Dormagen und Worringen investiert das Land etwa eine halbe Million Euro.

(ssc)