Dr. Dietrich Becker starb im Alter von 93 Jahren: Zuckerfabrik entscheidend mitgeprägt

Dr. Dietrich Becker starb im Alter von 93 Jahren: Zuckerfabrik entscheidend mitgeprägt

Ein Vierteljahrhundert war er in verantwortlicher Position in der Dormagener Zuckerfabrik tätig, am Freitag wurde Dr. Dietrich Becker im Alter von 93 Jahren auf dem neuen Friedhof beigesetzt. Der berufliche Lebensweg des im Kreis Hildesheim Geborenen war durch die Familie vorzeichnet: Schon sein Vater war Direktor einer Zuckerfabrik.

Der Sohn studierte an einem Zuckerinstitut in Danzig. Nach Krieg und Gefangenschaft wurde er wieder in der Zuckerindustrie tätig, kam 1948 als Betriebsleiter zu Pfeifer & Langen in Dormagen. 15 Jahre später wurde er Technischer Direktor, leitete die Fabrik bis zu seinem Ruhestand 1973. In seine Zeit fällt eine rasche Automatisierung des Produktionsprozesses. Dr. Becker sah sich immer auch der wissenschaftlichen Seite verbunden. Rund 100 Stamm-Mitarbeiter zählte die Zuckerfabrik. Während der Kampagnen wurden sie von Arbeitern aus dem Bayrischen Wald und aus Spanien verstärkt.

Für die Integration dieser Menschen in ihrer neuen Umgebung hat er sich stets besonders eingesetzt. Er gilt als geradlinig und korrekt, als liebenswürdig und gesellig. Auch in der Kommunal-Politik wurde er aktiv, arbeitete für die FDP im Gemeinderat mit. In der Freizeit galt sein Herz vor allem alten Eisenbahnen: Orient-Express, Blue Train und andere Züge kannte er nicht nur ihrem klangvollen Namen nach. Dr. Becker hinterlässt seine Frau, einen Sohn, eine Tochter und ein Enkelkind. cs

(NGZ)
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