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Dormagen: Zu wenig junge Blutspender

Dormagen : Zu wenig junge Blutspender

In NRW werden täglich rund 3000 Blutkonserven zur Versorgung von Patienten benötigt. Problem: Nur 3 Prozent der Bevölkerung spenden regelmäßig. Zum heutigen Weltblutspendetag erklärt die NGZ, wie die Spende abläuft.

An Gelegenheit mangelt es nicht: 28 Blutspende-Termine organisiert die Dormagener Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in diesem Jahr. "Grundsätzlich ist die Bereitschaft der Menschen da", sagt die Spendebeauftragte Renate Mauth. "Aber wir haben zu wenig Neuspender, vor allem junge Leute hätten "keinen Bock" auf Blutspenden. Dabei ist der Aufwand gering! Wir beantworten die wichtigsten Fragen:

Wo kann ich spenden? Das Deutsche Rote Kreuz informiert im Internet (www.blutspendedienst-west.de) und unter der kostenlosen Rufnummer Tel. 0800 1194911 über die Termine in Dormagen und den umliegenden Ortschaften. Die Spenden sind entweder in öffentlichen Gebäuden wie Bürgerhäusern oder in einem Spendemobil.

Wer darf spenden? Alle gesunden Erwachsenen von 18 bis 68 Jahren mit einem Gewicht von mindestens 50 Kilogramm. Ältere Spender nach Rücksprache mit einem Arzt.

Wie ist der Ablauf? Erstspender müssen sich zunächst registrieren. DRK-Mitarbeiter nehmen Daten auf, erklären das Prozedere. Ein Formular fragt nach Krankheiten, Allergien, Drogenabhängigkeit. Dann folgt ein kleiner Stich ins Ohr, um den Wert des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) zu ermitteln, die Körpertemperatur wird gemessen. Sind die Werte in Ordnung, geht es weiter zum Arzt. Er misst Blutdruck und Puls, fragt nach dem Wohlbefinden. Gibt er grünes Licht, kann ein DRK-Mitarbeiter die Nadel ansetzen.

Wie lange dauert die Spende? Die Entnahme von 528 Gramm Blut (das entspricht einem halben Liter) dauert etwa fünf bis zehn Minuten. Danach sollte der Spender noch zehn Minuten ruhen, um Kreislaufreaktionen zu vermeiden. Rechnet man Anmeldung, Untersuchung und Beratung hinzu, dauert eine Blutspende maximal eine Stunde.

Gibt es Komplikationen? Bei fitten, gesunden Menschen in der Regel nicht. Nach dem "kleinen Pieks" läuft das Blut. Das DRK berichtet von vereinzelten Schwäche- und Ohnmachtsanfällen während der Spende oder auf dem Heimweg. Körperliche Anstrengungen und Sport sollten nach der Spende daher vermieden werden.

Was passiert mit meinem Blut? Es hilft unter Umständen, das Leben anderer Menschen zu retten. Blutkonserven werden unter anderem benötigt bei Operationen oder Unfallverletzungen.

Was habe ich davon?

Zunächst das gute Gefühl, geholfen zu haben. Das DRK Dormagen reicht nach der Spende einen kostenlosen Imbiss: belegte Brötchen, Kaffee und kalte Getränke sowie eine Tafel Schokolade. Bei Terminen im Spendemobil gibt es Gutscheine, die in nahe gelegenen Gastronomiebetrieben eingelöst werden können.

(NGZ/rl)