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Dormagen: Zonserin will Kreis-JU führen

Dormagen : Zonserin will Kreis-JU führen

Die Dormagener Vorsitzende der Jungen Union, Alana Schiffer, bewirbt sich heute um das Amt der JU-Kreisvorsitzenden. Die 20-Jährige hat einen Gegenkandidaten: Florian Merker aus Grevenbroich.

Dormagen/Grevenbroich Seit Februar 2011 ist Alana Schiffer Vorsitzende der Jungen Union (JU) Dormagen. Heute Nachmittag möchte sich die 20-Jährige zur Vorsitzenden der 1200 Mitglieder starken Jungen Union im Rhein-Kreis Neuss wählen lassen. Bei der JU-Mitgliederversammlung in Meerbusch hat Alana Schiffer allerdings einen Gegenkandidaten: Florian Merker (19) aus Grevenbroich.

"Ich möchte mehr aktuelle Themen, die uns Jugendliche und junge Erwachsene betreffen, in die Kreis-CDU einbringen", sagt Alana Schiffer. Als JU-Kreisvorsitzende würde sie in den Kreisvorstand der Christdemokraten berufen. Dort möchte sie bei den Haushaltsberatungen zum Sparen mahnen: "Die neuen Schulden gehen immer zu Lasten unserer und der nachfolgenden Generation", weist Schiffer darauf hin, dass die Jugend dann auch gehört werden sollte.

Außerdem setzt sich die Dormagener JU-Vorsitzende für regelmäßigere Vorstandstreffen und besseren Austausch zwischen dem JU-Vorstand im Rhein-Kreis und den Kommunen ein. Aus Zeitmangel sei dies in der Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen. Nach ihrer jetzt abgeschlossenen Ausbildung beim Rhein-Kreis Neuss zur Verwaltungswirtin sieht Alana Schiffer für sich keine Terminprobleme: "Politik ist mein großes Hobby, darin investiere ich gern Zeit und Arbeit." Zurzeit arbeitet sie in Grevenbroich beim Hochbauamt des Rhein-Kreises. Seit 2007 ist sie Mitglied in der Jungen Union.

Seit 2000 lebt die gebürtige Bonnerin in Zons. Nach der Gesamtschule Nievenheim besuchte Alana Schiffer dann die Höhere Handelsschule Marienberg in Neuss. Sie selbst war froh über ihren guten Ausbildungsplatz, daher möchte sie auch anderen Jugendlichen zu einem guten Start ins Berufsleben verhelfen. Daher war für die die erfolgreiche Job-Börse der JU Dormagen mit 17 Ausstellern im Juni auch das herausragende Ereignis ihrer bisherigen Zeit als JU-Vorsitzende in Dormagen. "Das entschädigt für all die Arbeit im Vorfeld", sagt die 20-Jährige rückblickend.

Dass sie einen Gegenkandidaten hat, findet Alana Schiffer im Sinne der Demokratie sehr gut. "Ich muss natürlich auch mit einer Niederlage rechnen", meint sie und hofft auf einen weiterhin fairen Wettkampf: "Die Mitglieder sollen entscheiden, wen sie lieber als Vorsitzenden haben möchten."

Auch der Grevenbroicher Florian Merker, seit fünf Jahren Mitglied in der CDU, geht gelassen in die heutige Kampfabstimmung zum JU-Kreisvorsitzenden: "Ich finde es spannend, wenn sich zwei Kandidaten um ein Amt bewerben." Außerdem sei dies demokratisch. Der 19-Jährige wird in zwei Wochen mit seinem Jura-Studium beginnen — zunächst in Trier, ab dem nächsten Frühjahr in Bonn.

(NGZ)