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Zonser Schützen-Chef Peter Norff tritt im Januar als Vorsitzender zurück

Schützen Zons : Norff gibt Schützenvorsitz bald ab

Im Januar 2019 will er aus gesundheitlichen Gründen das Amt abgeben.

Schon am Schützenfestdienstagabend in Zons sprach Schützen-Chef Peter Norff im Festzelt davon, dass er sehr froh sei, dass ihn sein engerer Vorstand so toll unterstützt: „Da ist mir um die Zukunft der Zonser Schützen nicht bange, wenn ich denn mal nicht mehr dieses Amt bekleiden werde“, sagte Norff. Jetzt kommt dieser Moment des Rückzugs schneller als erwartet. Der 58-Jährige wird sein Amt als Vorsitzender auf der nächsten Generalversammlung im Januar 2019 zur Verfügung stellen, „obwohl es mir sehr schwer fällt, betont Norff. Er gibt zeitliche und vor allem gesundheitliche Gründe an: „Ich muss dringend etwas runterfahren“, erklärt er. Berufliche Überlastung, zudem der immer größer werdende Eselpark Zons und steigende Aufgaben im Schützenverein hätten ihn dazu gezwungen, „die Notbremse zu ziehen“. Diesen Entschluss hat er jetzt seinen Schützen mitgeteilt.

Das gibt der St.-Hubertus-Schützengesellschaft Zons Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen. Da Norff durch starke Rückenschmerzen mehrmals verhindert war, hatten seine Vorstandskollegen bereits beim Schützenfest seine Arbeit übernommen, vor allem sein Stellvertreter Harald Rasselnberg, von dem Norff hofft, dass er sein Nachfolger wird, Geschäftsführer Herbert Rasselnberg, Kassierer Thorsten Block und Oberst Patrick Ohligschläger.

„Der Verein ist durch tolle Leute im Vorstand, der seinesgeichen sucht, in sehr gutem Zustand“, sagte Peter Norf gestern bescheiden. Denn schließlich war er es, der die Schützengesellschaft in den vergangenen Jahren geleitet und zu der gemacht hat, die sie ist, inklusive Vorstand. Norff will „natürlich Zonser Schütze bleiben“, seine Zukunft liegt bei den neu gegründeten „Schwarzen Husaren“. Für ein Vorstandsamt steht er jedoch dann nicht mehr zur Verfügung, wie er klar betont: „Der neue Vorstand wird sich weiter entwickeln, da möchte ich ihnen nicht reinreden – auch wenn ich natürlich da bin, wenn sie mich brauchen“, hält er das für eine faire Lösung. „Es gibt keine Probleme mit oder im Vorstand“, stellt er klar. Auch seine Krebserkrankung, mit der er offen umgeht, sei nicht der direkte Grund für seinen Abschied aus dem Vorstand: „Meine Werte sind gut und stabil“, sagt er. Nun möchte er mehr Zeit mit seiner Frau Darinka und den Enkeln verbringen, daher wendet er sich an die Zonser Schützen, mit denen er „eine tolle Zeit, mit Höhen und Tiefen“ verbracht habe: „Bitte habt Verständnis, dass ich mich nunmehr zurückziehe, um meinen Enkeln allen erdenklichen Blödsinn beizubringen und meiner Frau wenigstens ein bisschen Zeit zurückzugeben.“