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Zentrum: Dormagener bei Grundstückskauf bevorzugen

Bauen in Dormagen : Zentrum: Dormagener bei Grundstückskauf bevorzugen

Die Zentrums-Fraktion fordert eine Bevorzugung von Dormagener Bürgern beim Verkauf von städtischen Baugrundstücken. Dieses Thema wird in der Sitzung des Planungsausschusses am heutigen Dienstag behandelt.

Dort will die Verwaltung die allgemeinen Grundsätze für den Verkauf städtischer Baugrundstücke und Immobilien modifizieren. Hintergrund ist, dass es einkommensschwächere Familien trotz eines Kinderbonus offenbar schwer haben, ein Grundstück zu erwerben. Nach Angaben der Stadt wurden lediglich 35 Prozent der Grundstücke unter Berücksichtigung des Kinderbonus verkauft. „Weiterhin werden Dormagener Bürger nicht bevorzugt berücksichtig. Beim letzten Bieterverfahren in Nievenheim IV wurden ca. 60 Prozent der Baugrundstücke an auswärtige Bieter u.a. aus Köln und Düsseldorf verkauft“, sagt Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Woitzik. Er folgert: „Die von der Verwaltung vorgeschlagene Erhöhung des Kinderbonus ist nicht ausreichend“.

Das Zentrum schlägt eine neue Staffelung des Kinderbonus vor. Demnach soll für das erste Kind ein Bonus von 40, für das zweite Kind ein Bonus von 60 und für das dritte Kind ein Bonus von 80 Euro usw. gezahlt wird. „Den Nachweis eines Arbeitsplatzes in Dormagen als alternatives Kriterium halten wir nicht für sinnvoll“, so Woitzik. Darüber hinaus sollte der vorgeschlagene Bonus von 20 Euro für Dormagener Bürger verdoppelt werden. „Auf diese Weise würde eine in Dormagen lebende Familie mit zwei Kindern einen Bonus von 140 Euro erhalten, wodurch sich die Chancen auf den Kauf eines städtischen Baugrundstückes deutlich verbessern würden.  „Die weiteren von der Verwaltung vorgeschlagenen Vergabegrundsätze, wie die Einführung eines Bonus für pflegebedürftige Angehörige, sowie die Bevorzugung von Dormagener bei gleichen Höchstgeboten wird von uns unterstützt.“

(schum)