Zuckerfabrik-Gelände: Workshop soll jetzt Klarheit bringen

Zuckerfabrik-Gelände : Workshop soll jetzt Klarheit bringen

Großflächigen Einzelhandel und Wohnbebauung für das Zuckerfabrik-Gelände ausschließen - das wollte die SPD Donnerstag Abend in der Sitzung des Stadtrates erreichen. Doch die Mehrheit im Rat sah keinen Bedarf für ein solches Vorgehen. In der Diskussion traten noch einmal die unterschiedlichen Auffassungen zu Tage.

Die Sozialdemokraten wollen für den bevorstehenden Workshop klare Grenzen ziehen. Zuletzt hatten die Grünen Möglichkeiten erwogen, auf dem still gelegten Fabrikgelände am südlichen Rand der Dormagener Innenstadt, Wohnbebauung anzusiedeln. Die Stadt und die Bayer AG haben ein vitales Interesse an einer klaren Grenzziehung zwischen der Industrie und der Wohnbebauung. Dieses Interesse hat auch Eingang in die geltenden Bebauungspläne gefunden, brauchte nach Auffassung der CDU-Mehrheit also auch nicht mit einem Beschluss bekräftigt werden.

Schon anders dagegen sieht die Interessenlage bei dem Ausschluss für großflächigen Einzelhandel aus. SPD-Fraktionsvorsitzender Robert Krumbein: "Großflächiger Einzelhandel würde die gewachsenen Einzelhandelsstrukturen in Dormagen massiv gefährden." Das sehen die Christdemokraten und Bürgermeister Reinhard Hauschild differenzierter: Sie legen den Schwerpunkt auf innenstadtrelevanten Einzelhandel. Als Beispiele nannte Hauschild, dass er sich sehr wohl einen Möbel- oder Baumarkt beziehungsweise ein Autohaus dort vorstellen könne.

Aber auch diese Abgrenzung sei mit den geltenden Festsetzungen klar umschrieben, so CDU-Fraktionschef Wiljo Wimmer. Innerhalb dieses Rahmens sehen CDU und Bürgermeister in dem Workshop eine große Chance, Lösungen auszuloten. Grünen-Sprecher Ingo Kolmorgen dagegen warnte mit Blick auf diesen Workshop vor einer frühzeitigen Einengung auf bestimmte Nutzungen.

Der Bürgermeister machte darüber hinaus deutlich, dass das Eigentümer-Unternehmen Pfeifer & Langen das Gelände zum Teil noch nutze. Bevor aber neue Zuckersilos an anderer Stelle teurer seien als der Veräußerungserlös für das Gelände, mache der Verkauf des Geländes für das Unternehmen keinen Sinn. Also blieb es dabei: keine Wohnbebauung, kein innenstadtrelevanter Einzelhandel - und alle Augen richten sich weiterhin auf den Workshop. Sto

(NGZ)