Dormagen: Wo in der Stadt gebaut wird

Dormagen : Wo in der Stadt gebaut wird

Trotz Haushaltskrise wird in 2012 in der Stadt gebaut wie lange nicht. Die Technischen Betriebe investieren in eine Schlammentwässerungsanlage, zahlreiche Straße werden erneuert. Die NGZ nennt die größten Baustellen.

Gottfried Koch, Chef der Technischen Betriebe Dormagen (TBD), ist kein Mann der Übertreibung. Doch wenn er über die Baumaßnahmen spricht, die in der Stadt in diesem Jahr anstehen, dann sagt er Sätze wie: "Das wird für uns ein ganz dickes Jahr mit anspruchsvollen Aufgaben." Trotz Haushaltskrise wird in Dormagen saniert wie lange nicht.

Das größte Projekt: Der Bau des neuen Bahnhofs und die Umgestaltung des Willy-Brandt-Platz. "Kanalbauarbeiten werden vorgenommen, die SVGD wird das alte Bahnhofsgebäude abreißen", erklärt Koch. Noch sucht die Stadt nach einem Investor für den angegliederten Supermarkt.

Ein Mammutprojekt wird auch die 2,4-Millionen-Investition in die Kläranlage. In Rheinfeld soll künftig Klärmschlamm mit Sonnenenergie getrocknet werden. Im Januar werden die Bodenplatten gegossen.

Die Anlage steigert den Trockenanteil des Klärschlamms von 30 auf 65 Prozent, so dass sich die Substanz am Ende sogar zum Heizen eignet. "Das hat auch für den Gebührenzahler Vorteile", sagt Stadtentwässerungsleiter Thomas Wedowski. Auch die Stadt erhofft sich Einsparungen, die bisher 200 Euro an den Rhein-Kreis Neuss bezahlen muss, der den Schlamm verbrennt.

Ein großer Batzen im Etat ist für die TBD die Straßenerneuerung. 200 000 Euro stehen im Entwurf des Wirtschaftsplans für 2012 zur Verfügung. "Gebaut wird zum großen Teil im Sommer", erklärt Gottfried Koch. Auf der Straße In Ückerath gehen die Arbeiten am Kanal indes bereits am 9. Januar weiter und werden noch bis zum Ende des Jahres andauern.

Für 110 000 Euro soll 2012 die Kurfürstenstraße in Zons zwischen Stürzelberger Straße und Goltsteinstraße erneuert werden. In Höhe der Goltsteinstraße ist eine neue Verkehrsinsel mit Parkmöglichkeiten vorgesehen. Außerdem muss die Fahrbahndecke saniert werden.

Die restlichen 90 000 Euro will der Verwaltungsrat für die Instandsetzung der Straße Auf der Hardt in Nievenheim verwenden. Auf dem Stück zwischen Gerhard-Hauptmann-Straße und In Ückerath ist die Asphaltdecke sanierungsbedürftig. Die Arbeiten in Nievenheim sollen beginnen, sobald die Kanalsanierung In Ückerrath mit den dort erforderlichen Sperrungen abgeschlossen ist.

Alte Heerstraße auf der Agenda

Sollten bei den Bauprojekten durch günstige Firmenangebote noch Restmittel übrig bleiben, will der Verwaltungsrat diese für eine Deckeninstandsetzung auf der Weiler Straße in Horrem zwischen Ulmenallee und Gottfried-Breuer-Straße verwenden. Auf der Agenda haben die TBD außerdem die Alte Heerstraße. 550 000 Euro — die allerdings noch abgesegnet werden müssen — sind im Haushalt dafür veranschlagt.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE