Wirtschaftsförderung Dormagen will mehr touristische Höhepunkte schaffen

Wirtschaftsförderung Dormagen : Mehr touristische Höhepunkte schaffen

Die Wirtschaftsförderung der Stadt hat in einem Ausblick auf das Jahr 2019 Schwerpunkte genannt: Neben der Gewerbeansiedlungs- und Ausbildungspolitik liegt ein Augenmerk im Vorantreiben des Tourismus.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt ist mit ihren zwei Jahren noch recht jung, aber die Botschaft ist klar: Wir wollen noch besser werden. Dieses Ziel formuliert Geschäftsführer Michael Bison und bezieht es auf die vielen verschiedenen Tätigkeitsfelder, die die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) bearbeitet. Ein Beispiel: Im vergangenen Jahr hat die SWD von sich aus 230 Investoren angesprochen. Diese Zahl soll in diesem Jahr mit 530 anvisieren Gesprächen mehr als verdoppelt werden. Was die SWD vorhat:

Finanzen Im Gründungsjahr lag der Verlust der SWD mit 920.000 Euro um 133.000 Euro höher als geplant. Das Minus konnte zwar auf 875.000 Euro heruntergefahren werden, lag dennoch noch über Plan. Für 2019 soll es bei 854.900 Euro betragen, um in 2020 laut Wirtschaftsplan wieder anzusteigen.

Tourismus Das Ziel ist ganz klar formuliert: Es sollen mehr touristische Angebote und Angebotspakete entwickelt werden. Das gilt für die ganze Stadt. Aber, weil das historische Zons ohnehin ein Besuchermagnet ist und dort noch viel Potenzial gesehen wird, gibt es eine Strategie unter dem Titel touristische Gesamtstrategie „Römer, Mönche, Mittelalter“. Die Neuinszenierung des „Sturm auf Zons“ im vergangenen Jahr war ein erstes Ergebnis. Der Zonser Tourismus benötigt eine dementsprechende Heimat, die es an der Schlossstraße 2-4 zwar gibt. Aber die dortige Tourist-Info entspricht nicht mehr modernen Anforderungen und soll optimiert werden.

Gewerbeflächen Das Hauptziel liegt darin, neue Unternehmen für Dormagen zu gewinnen und die Entwicklung bestehender Unternehmen zu sichern. „Seit Gründung der SWD wurden 189 Flächenanfragen bearbeitet“, sagt Michael Bison. „Daraus sind 19 Neuansiedlungen mit etwa 660 Arbeitsplätzen entstanden.“ Im Fokus liegt vor allem das Silbersee-Areal, das in Kooperation mit der Eigentümerin RWE entwickelt werden soll. Eine Absichtserklärung für eine Ansiedlung dort gibt es von Logistiker DHL. Die Zielmarke für die Entwicklung der 38 Hektar großen Fläche ist 2022. Ein wichtiger Aspekt bei diesem Thema ist, so Bison, „die Einflussmöglichkeit auf die Entscheidung über die Nutzung einer Fläche zu erhalten“. Das klappt nicht immer, wie das Beispiel Amazon an der B 9 zeigt.

Ausbildung und Arbeitsmarkt Die SWD will in diesem Jahr wieder verstärkt Arbeitgeber darin unterstützen, Fachkräfte zu gewinnen. Ein Aspekt ist die Ausbildungsoffensive, an der viele andere Einrichtungen beteiligt sind. Interessant: Bei einer Umfrage unter Dormagener Unternehmen gaben 43 von 60 Firmen an, sich vorstellen zu können, Flüchtlinge zu beschäftigen.

Projekte In 2019 soll der „Ciy Beach“ in der Innenstadt über zwei Wochen Urlaubsgefühle vermitteln. am Rand des Gewerbegebietes Top West ist das „Büroquartier an der A57“ geplant. Schließlich soll das Modul „Karriere Made in Dormagen“ als Kampagne, um Dormagener Unternehmen bekannter zu machen, intensiviert werden.