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Wirtschaft in Dormagen: Stadt und Kreis wollen Chemlab-Projekt fortsetzen

Wirtschaft in Dormagen : Stadt und Kreis wollen Chemlab-Projekt fortsetzen

Das im September 2018 an den Start gegangene Projekt „ChemLab“ ist gut unterwegs. Das sagt jedenfalls der Zwischenbericht der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) aus.

„Das ChemLab erzeugt für den Wirtschftsstandort Dormagen eine überregionale Strahlkraft und generiert positive Impulse in die Startup-Szene“, sagt Wirtschaftsförderer Michael Bison. „In der bisherigen 15monatigen Projektlaufzeit ist es gelungen, Dormagen und den Rhein-Kreis Neuss auf der nordrheinwestfälischen Startup-Landkarte sichtbar zu machen.“

Die intensive Arbeit und Vernetzung mit mehreren Startups innerhalb eines Workshops wird von den teilnehmenden Unternehmen als großer Mehrwert wahrgenommen. Beispiele hierfür sind die Currenta-Projekte „Automatisierung der Torstellen“ oder „Absicherung der Werksgrenze im Bereich der Hafenanlagen“. Dort sind beide Seiten kurz vor einer Kooperationsvereinbarung. Ein weiteres erfolgreiches Format sind die „Chempark Community Treffen“. Viermal im Jahr werden die Vertreter der Chemieunternehmen zu kompakten mittäglichen Informations- und Netzwerktreffen eingeladen, bei denen sich auf ein bestimmtes digitales Thema bezogen vier Startups vorstellen und ihre Innovationen in der praktischen Anwendung vorführen.

Wirtschaftsförderer Bison sagt: „Das ChemLab hat sich intensiv mit der Startup-Szene vernetzt und sich über den Besuch zahlreicher Gründermessen und Veranstaltungen hinaus z.B. auf den Messen StartupCon in Köln oder dem DigitalDemoDay in Meerbusch präsentiert. Diese Messeauftritte sind sehr gute Plattformen, um das ChemLab und den Standort bekannt zu machen sowie viele Startups kennen zu lernen.“

Zentrales Ziel des ChemLab, das durch ein Landesprogramm gefördert wird, ist es, Kooperationsprojekte zwischen Chemieunternehmen und Startups zu initiieren und die Startups dann an den Standort Dormagen bzw. die Region zu binden. Das Projekt hat gezeigt, dass der Vorlauf und die Entscheidungswege für die Anbahnung von Kooperationsprojekten bei sechs bis 12 Monaten liegen und stark von der Offenheit und Entscheidungskompetenz der Akteure auf Seiten der Chemieindustrie abhängen.

Die geförderte Projektlaufzeit des ChemLab läuft noch bis zum 31. August. Aktuell arbeitet die SWD gemeinsam mit dem Rhein-Kreis  und Currenta an einer Fortführungsperspektive.

(schum)