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Dormagen: Wirtschaft erleben in Dormagen

Dormagen : Wirtschaft erleben in Dormagen

In der Zonser Nordhalle zog jetzt die knapp anderthalb Jahre "Lokale Allianz Dormagen" eine erste Zwischenbilanz. Schon nach Ostern sollen die ersten Projekte starten, so eine Kontaktstelle für Senioren in Horrem.

Untätig ist die "Lokale Allianz Dormagen" seit ihrer Gründung im November 2010 nun wirklich nicht gewesen: 40 Arbeitstreffen hat es auf verschiedenen Ebenen seither gegeben und was dabei herausgekommen ist, stellte die Allianz jetzt in der Nordhalle des Kreismuseums vor. "Wirtschaft erleben" lautet das Motto der 2012 geplanten Projekte.

Unter dem Label "Industriepunkte Dormagen" etwa wird es am 29. Juni insgesamt acht Führungen durch Dormagener Unternehmen geben, kündigte Guido Schenk vom Stadtmarketing an. Per Bus soll es um 17 Uhr am Rathaus losgehen, wobei insgesamt vier Besuchergruppen je zwei Unternehmen besichtigen werden. Gegen 21 Uhr werden die Teilnehmer wieder am Rathaus sein. Angesichts des tags darauf stattfindenden Bauernmarkts hegt Guido Schenk keinen Zweifel daran, dass manch ein Teilnehmer das in den Unternehmen Erlebte dann noch bei einem Glas Bier auf dem Rathausplatz erörtern möchte.

Wie Lidia Wygasch-Bierling von der städtischen Wirtschaftsförderung die 45 in der Nordhalle präsenten Netzwerker informierte, haben Schüler des Norbert-Gymnasiums in Knechtsteden sich des Themas "Demografie" mittels Videoclips angenommen. Die Ergebnisse sollen im Mai präsentiert werden. Während große Unternehmen sich schon lange mit dem Thema Demografie beschäftigten, gelte dies für kleine und mittlere Unternehmen nicht unbedingt: Hier wird es das Angebot geben, "das Betriebsberater Unternehmen vor Ort aufsuchen und auf ihre Zukunftsfähigkeit hin untersuchen", kündigte Wygasch-Bierling an. Norbert Grimbach sieht sich als engagierter Umweltschützer in der Lokalen Allianz zwar in einer Minderheitenpositon: Unverdrossen warb er jedoch um die Erkenntnis, dass der Naturschutz längst auch für Unternehmen rentabel ist. Er hat drei Radrundwege ausgearbeitet, bei denen sowohl die Dormagener Industrie als auch markante Naturräume angesteuert werden.

Nach nach den Osterferien soll laut Norbert Sijben das Projekt "Wir für Horrem" starten: Angesichts der in den kommenden zehn Jahren zu erwartenden Verdopplung der Zahl der über 80-Jährigen soll in Horrem eine Kontaktstelle eingerichtet werden, die – mehrsprachig – ehrenamtliche und professionelle Hilfe für Senioren anbietet. Gabriele Böse, Leiterin der Wirtschaftsförderung, erhielt von den Teilnehmern noch einige wichtige Anregungen: So soll der Autobahnanschluss Delrath ebenso in die künftige Arbeit der Lokalen Allianz Eingang finden wie eine systematische Untersuchung der Beweggründe, nach Dormagen zu ziehen.

(NGZ)