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Dormagen: Winterdienst soll teurer werden

Dormagen : Winterdienst soll teurer werden

Während die Abfallgebühren im kommenden Jahr sinken könnten, weil die Stadt damit Überschüsse erwirtschaftet hat, sollen die Gebühren für Straßenreinigung und Winterdienst steigen – bis die jüngsten Verluste gedeckt sind.

Während die Abfallgebühren im kommenden Jahr sinken könnten, weil die Stadt damit Überschüsse erwirtschaftet hat, sollen die Gebühren für Straßenreinigung und Winterdienst steigen — bis die jüngsten Verluste gedeckt sind.

Eine gute und eine schlechte Nachricht hat die Stadt für ihre Bürger: Geht es nach den Plänen der Verwaltung, kommt auf die Dormagener ab kommendem Jahr ein Anstieg der Gebühren für Straßenreinigung und Winterdienst zu.

Die Müllabfuhr hingegen wird preiswerter. Weitere Neuerung: Für den Winterdienst sollen die Bürger ab 2012 separat bezahlen, damit die Belastung "gerechter verteilt wird", wie Kämmerer Kai Uffelmann sagt. Als Grund für den Anstieg der Gebühren bei der Straßenreinigung nannte Uffelmann die außergewöhnlich hohen Kosten für den Räum- und Streudienst in den vergangenen beiden Wintern.

"Wir hatten Pech: Am Jahresbeginn 2010 hatten wir Glatteis, worauf wir gut eingestellt sind. Zum Jahresende kamen große Schneemengen in kurzer Zeit, die ein echtes Problem darstellten", berichtet Gottfried Koch, Leiter der Technischen Betriebe Dormagen(TBD).

Die hohen Winterdienst-Kosten müssen nun nachträglich gedeckt werden; sobald die Fehlbeträge abgebaut sind, will die Stadt die Gebühr "in entsprechender Höhe senken", verspricht Uffelmann. 2012 aber wird die Gebühr, vorbehaltlich der Zustimmung des Hauptausschusses, der am 27. September über die Beschlussvorlage berät, und nachfolgend des Rates, von bisher 1,92 auf 2,11 Euro pro Meter Straßenfront bei allgemeinen Straßen erhöht. In der Fußgängerzone steigt der Betrag von 7,92 auf 8,87 Euro.

Sonst gilt: "Wenn ein Grundstückseigentümer zehn Meter Straßenfront hat, kommen auf ihn jährliche Mehrbelastungen von 8,80 Euro zu", erklärt Hannelore Drosten, Leiterin des städtischen Service Finanzen. Vorausgesetzt, die Fahrbahn befindet sich in "Streustufe 1" des Winterdienstes — in "Streustufe II" würden die Mehrkosten 7,50 Euro betragen (siehe Infokasten). Ganz ohne Winterdienst käme auf den Eigentümer eine Mehrausgabe von 1,90 Euro zu. Von Winterdienst und Straßenreinigung ausgenommen — und somit frei von der Gebührensteigerung — sind reine Anliegerstraßen, sofern keine Steigungen das Streuen und Räumen erforderlich machen.

Bei der Müllabfuhr hingegen hat die Stadt einen Überschuss erwirtschaftet, der an die Bürger zurückgegeben wird. "Die Überschüsse sind dadurch entstanden, dass die Restmüllgefäße weniger in Anspruch genommen worden sind als erwartet", sagt Hannelore Drosten.

Daher soll etwa die 60 Liter-Tonne bei wöchentlicher Leerung um 6,65 und bei 14-tägiger Leerung um 14 Euro pro Jahr billiger werden; bei der 120 Liter-Tonne sparen die Bürger 8,98 beziehungsweise 11,78 Euro. Die wenig gefragte 40 Liter-Tonne verbilligt sich um 9,81, bei 14-tägiger Leerung um 15,68 Euro.

(NGZ/rl)