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Dormagen: Winterdienst soll besser werden

Dormagen : Winterdienst soll besser werden

Dem Stadtrat legte Gottfried Koch jetzt die Bilanz der Winterdienstsaison 2010/2011 vor. Der Leiter der Technischen Betriebe sprach einige Punkte an, die sich zum nächsten Winter verbessern sollen. Insgesamt ist er zufrieden.

Nach einer langen Reihe milder Winter wurde es zwei Jahre hintereinander richtig kalt. Mit insgesamt 475 Tonnen Salz streute der Winterdienst im Stadtgebiet so viel wie in den vergangenen fünf Jahren nicht. Im November fühlte sich die Bereitschaftsmannschaft der Technischen Betriebe Dormagen (TBD) gut vorbereitet. Die Salz-, Sand- und Splittlager waren voll. Doch auf 30 Zentimeter Neuschnee an den Weihnachtstagen war niemand vorbereitet.

Während der jüngsten Stadtratssitzung zog TBD-Leiter Gottfried Koch eine positive Bilanz der Winterdienstsaison. Dennoch gibt es seiner Meinung nach Verbesserungspotenzial: Weitere Mitarbeiter müssten den Lkw-Führerschein C machen, neue Fahrzeuge und neues Gerät müsse her. Um zukünftig besser auch auf solch außergewöhnliche Witterungsverhältnisse wie im jetzigen Winter eingerichtet zu sein, hat eine Winterdienst-Arbeitsgruppe Verbesserungsvorschläge erarbeitet:

Streusalz Die Streusalz-Lagerkapazitäten des Baubetriebshofes übertreffen mit etwa 300 Tonnen die Empfehlungen der Länderfachgruppe Straßenbetrieb. Um möglichst günstige Einkaufspreise und Vertragsgrundlagen zu erreichen, soll sich die TBD ab Herbst der Einkaufsgemeinschaft Streusalz beim Landesbetrieb Straßen NRW anschließen. Eine neue Solemischanlage soll ab dem kommenden Winter die sparsamere Verteilung einer Salz/Sole-Mischung ermöglichen.

Personal/Fahrzeuge Zwei weitere Mitarbeiter der TBD sollen den Lkw-Führerschein Klasse C machen, um bei starken Schneefällen auch nachts zeitnah mit den Groß-Lkw und Schneepflug ausrücken zu können. Die beiden großen Fahrzeuge des Winterdienstes sind 19 beziehungsweise 20 Jahre alt und sollten möglichst bald ersetzt werden. In diesem Jahr stehen lediglich Mittel für den Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs zur Verfügung — das wurde bisher allerdings nicht gefunden.

Externe Hilfe Bei extremem Schneefall oder Glätte wie in den vergangenen beiden Wintern sollen einzelne Winterdienstleistungen an örtliche Firmen und Landwirte übergeben werden, die die TBD unterstützen.

"Mit diesen Verbesserungen sollte es gelingen, den Winterdienst für die Zukunft auch für Extremfälle besser aufzustellen", erklärte TBD-Leiter Koch im Stadtrat. Dieser dankte ihm für die Ausarbeitung der Bilanz und Verbesserungsmöglichkeiten. In seiner nächsten Sitzung wird sich der Hauptausschuss noch mit den Gebühren für den Winterdienst befassen. Das Steueramt werde eine umfassend überarbeitete Gebührensatzung vorlegen, die für alle Bürger nach Streustufen des Wohnortes unterscheidet.

(NGZ)