Dormagen: Wildwasserpark: Dormagener besichtigen Vorbild bei Leipzig

Dormagen: Wildwasserpark: Dormagener besichtigen Vorbild bei Leipzig

Der kurze Film, der am Donnerstagabend in der Sitzung des Sportausschusses gezeigt wurde, ließ erahnen, welche Attraktion Dormagen bekommen würde, wenn am Straberg-Nievenheimer See ("Strabi") wie geplant ein Wildwasserpark angelegt werden würde. In dem Streifen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) wurde der Kanupark Markkleeberg bei Leipzig vorgestellt. Die Strecke, die Top-Wassersportlern als Trainingsort dient, verfügt über 16 Engstellen, die rasante Fahrten möglich machen. Allerdings können Fließgeschwindigkeit und Schwierigkeitsgrad variiert werden, so dass auch Hobbysportler die Anlage nutzen können. Ein vergleichbares Modell schwebt auch der Stadt und dem Wassersportclub Bayer Dormagen vor. "Ein Wildwasserpark in Dormagen wäre nämlich nur finanzierbar, wenn er auch von der Allgemeinheit und als touristische Attraktion genutzt werden könnte", verdeutlichte Sportausschussvorsitzender Detlev Zenk (SPD).

Da der MDR-Beitrag nur einen ersten Eindruck von einer solchen Anlage vermitteln konnte, wird eine Delegation aus Dormagen, die sogenannte Lenkungsgruppe für das Projekt, am kommenden Freitag nach Markkleeberg reisen, um sich das Ganze einmal aus der Nähe und im Detail anzuschauen. Das teilte Kämmerin Tanja Gaspers den Ausschussmitgliedern jetzt mit. Gaspers betonte aber, dass eine mögliche Anlage am "Strabi" nicht zwangsläufig genauso aussehen müsse wie die im Film gezeigte in Markkleeberg.

CDU-Politikerin Martina Busch-Engels, selbst Mitglied im WSC Bayer Dormagen, kennt die Anlage in Markkleeberg bereits und betonte deren wirtschaftlichen Nutzen für die dortige Region. "Denn die Sportler, die da trainieren und fahren, wohnen in der Zeit dort und kaufen auch da ein", sagte sie. Auch unter touristischen Gesichtspunkten werde die Anlage gut angenommen.

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Unterdessen ist für das geplante Projekt am "Strabi" eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht worden. Der Kanuverband NRW, der die Dormagener bei ihrem Vorhaben unterstützt (auch, weil der Landesleistungsstützpunkt für den Wildwasserkanusport bei Neuss mittelfristig gefährdet ist), hatte bei Land, Kreis und Stadt Fördermittel für die Studie in Höhe von 17.136 Euro beantragt und bewilligt bekommen. Die Lenkungsgruppe zu dem Projekt wird sich laut Gaspers im April wieder treffen.

(ssc)