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Wildparken am Straberger See in Dormagen: Stadt verhängt über 400 Bußgelder

Wildparker am Straberger See : Stadt verhängt über 400 Bußgelder

Am Wochenende mussten zahlreiche Fahrzeuge am Straberger See abgeschleppt werden. Das stieß bei den Besuchern nicht nur auf Verständnis. Auf Facebook äußerten sie ihren Unmut.

Zu erheblichen Parkverstößen und daraus resultierenden Verkehrsbehinderungen kam es am vergangenen Wochenende am Straberger See, an den es bei dem schönen Wetter viele Badelustige gezogen hatte. 31 Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Bei den Besuchern sorgte das teils für Unverständnis und großen Unmut, dem sie dann auch in der Facebook-Gruppe „Nette Dormagener“ Luft machten.

Nach Angaben der Stadt hatte es am Freitag 150, am Samstag 174 und am Sonntag 150 geahndete Parkverstöße gegeben. Insgesamt wurden über 400 Bußgelder zwischen 25 und 35 Euro verhängt. In der Facebook-Gruppe war die Meinung dazu gespalten. „Hauptsache den Spaß verderben“, „Schnell verdientes Geld“, oder „So eine Dreistigkeit“, fanden manche.

Andere argumentierten: „Wenn jemand falsch, verkehrsbehindernd, gefährdend parkt, ist er es selber Schuld, wenn er abgeschleppt wird. Stell dir vor, deinem Kind passiert etwas ernsthaftes, und dann kommt der Rettungsdienst wegen zugeparkter Wege nicht durch“, war da etwa zu lesen.

Max Laufer, Pressesprecher der Stadt, sagt dazu: „Bei diesem Aufkommen an Falschparkern ist es nur eine Frage der Zeit, bis für Rettungskräfte auf dem Weg zum Einsatzort einmal kein Durchkommen mehr ist. Deshalb stehen bei Abschleppmaßnahmen auch jene Fahrzeuge im Vordergrund, die Rettungswege versperren.

Die Anreise mit dem Fahrrad ist nicht für jeden eine Alternative. „Unser See lockt viele Besucher auch von außerhalb an und egal wie man es dreht und wendet, der vorhandene Parkraum reicht bei weitem nicht“, findet eine Facebook-Userin. Wogegen eine andere konterte „Da fährt auch ein Bus hin.“  

Vor allem auch vor dem Hintergrund der durch die Trockenheit erhöhten Brandgefahr sei es unverantwortlich, Fahrzeuge im Randbereich von Feldern und Büschen abzustellen. Darin sind sich viele Diskutierende und die Stadt einig. Von den Abschleppern wird der Sportplatz Nievenheim angesteuert, „weil der Weg kürzer und das auch günstiger für die Betroffenen ist“, so Laufer.

Von den Ordnungshütern wurden am Wochenende auch viele Wildbadende angetroffen. „Das Risiko, an unbewachten Seen und Flüssen zu ertrinken, ist um ein Vielfaches höher als an Küsten oder in Schwimmbädern“, mahnt die Stadt.

(cobr)