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Dormagen: Wie sicher ist der Deich?

Dormagen : Wie sicher ist der Deich?

Bis Ende September sollen die Hochwasserschutzanlagen zwischen Zons und Uedesheim unter die Lupe genommen werden. Nach der Bestandsaufnahme kann ein Sanierungskonzept erstellt werden.

Morgen geht es am alten Flügeldeich in Zons los: Der Deichverband lässt die Hochwasserschutzanlagen gründlich untersuchen. Insgesamt soll auf einem 4,5 Kilometer langen, bis an die Grenze von Uedesheim reichenden Teilstück geprüft werden, wie es um die Sicherheitslage bestellt ist.

Dabei ist Eile geboten, "denn wir haben nur bis Ende September Zeit", sagt Deichgräf Eduard Breimann. In der "Winterpause" darf der Damm nicht angekratzt werden.

Bei den Arbeiten geht es zunächst um die Bestandsaufnahme. Der Abschlussbericht zum Zustand soll am 21. Oktober vorgelegt werden. Damit bestünde erstmals eine Bestandsdokumentation, die Zustand und Qualität, aber auch Mängel der zwischen 1997 und 2001 sanierten Anlage beschreibt.

Federführend ist das Horremer Ingenieurbüro Brauer, wobei je nach Bedarf weitere Firmen hinzugezogen werden. "Jeder Punkt soll später wiedergefunden werden können", sagt Norbert Brauer über die "Nachhaltigkeit" der Untersuchung, bei der "zunächst eine Rohrsondierung" vorgesehen ist.

Wie die Mängel, die auf einem 400 Meter langen Teilstück 2010 eine "Not-ertüchtigung" erforderlich machten, ist auch die Qualität der in den Hochwasserschutzanlagen verwandten Bautypen nicht ersichtlich — die Anlagen müssen daher geöffnet werden. Einschränkungen an der Deichstraße werden sich nicht vermeiden lassen, eine Dauersperrung soll es nicht geben. Die Deichstraße soll einspurig befahrbar bleiben.

(NGZ/rl)