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Dormagen: Wie sich Zons verändern soll

Dormagen : Wie sich Zons verändern soll

An der neuen Feuerwache am Flügeldeich wird gebaut - damit nimmt auch die Diskussion über die künftige Nutzung des Bürgehauses und seines Areals wieder an Fahrt auf. Viele Entscheidungen stehen an. Und viele noch aus.

Es ist das größte Projekt unter den Investitionen der Stadt in diesem Jahr: die Verlagerung der Zonser Feuerwache aus der historischen Altstadt an den Flügeldeich. Inzwischen nimmt die 1,53 Millionen Euro-Investition, die zum größten Teil aus Mitteln des Konjunkturpakets II bestritten wird, Formen an: Es wird ausgeschachtet und planiert an der Deichstraße. Das ist der erste Dominostein an Veränderungen in Zons, dem viele weitere folgen. Pfarrscheune, Pfarrhaus, Rheinturm, Tourist Info, Kreismuseum und die bisherige Feuerwache plus Bürgerhaus – jedes dieser Gebäude beflügelt die Fantasie von Politik, Vereinen und Bürgern.

Tourist Info Über deren künftigen Standort wird aktuell zwischen SVGD und Kreis verhandelt. Dass eine Integration in die Räume des Kreismuseums vom Tisch sei, wie aktuell in Zons gemunkelt wird, stimmt nicht. "Wir verhandeln in sehr guter Atmosphäre mit der SVGD, die Lösung ist von beiden Seiten gewünscht. Für mich ist das nicht vom Tisch", sagte Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes auf NGZ-Anfrage. Ziel ist es, Personal auf Seiten der SVGD einzusparen, die in Dormagen auch für den Tourismus zuständig ist. Der jetzige Standort könnte zu einem Haus der Vereine werden.

Pfarrscheune Im Falle der Scheune wird darüber verhandelt, inwiefern Zonser Vereine die Trägerschaft übernehmen können, wie SVGD-Aufsichtsratsvorsitzender Wiljo Wimmer sagt. Momentan gibt es einen bis 2014 gültigen Nutzungsvertrag zwischen Stadt und Kirche.

Pfarrhaus Das Pfarrhaus gleich daneben will die Kirchengemeinde offenbar nicht hergeben – das Thema ist zu sensibel. Daher rückt das Gebäude der Tourist Info aus Sicht der Vereine wieder in den Fokus.

Bürgerhaus Im Zentrum der Diskussion steht die Bausünde Bürgerhaus. Einen Abriss mit anschließendem Bau seniorengerechter Wohnungen favorisiert die Stadt, doch auch der Rhein-Kreis hat Interesse angemeldet. Das Bürgerhaus könnte neuer Standort eines erweiterten Archivs werden, zu dem kommunale Bestände weiterer Städte des Rhein-Kreises gehören würden. Dass der Rhein-Kreis längst konkrete Pläne für den Abriss und einen Neubau hat, wie kolportiert wird, bestreitet Dezernent Lonnes: "Zons ist einer der Standorte, die wir prüfen. Bis zum Sommer werden wir einen Zwischenbericht haben." Dass der Bau ein Magazin, für das es besondere klimatische Bedingungen braucht, beherbergen könnte, ist unwahrscheinlich. Da auch der Archiv-Alternativstandort Holzheim laut Lonnes ausscheidet, könnte eine "große Lösung" inklusive Neubau naheliegen. Freilich erst in vier, fünf Jahren. "So viel Zeit haben wir", so Lonnes.

(NGZ)