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Dormagen: Werbung soll Stadtkasse füllen

Dormagen : Werbung soll Stadtkasse füllen

Kämmerer Kai Uffelmann brachte Reklameflächen als Finanzierungshilfe für die Römertherme ins Gespräch. Werbung als Einnahmequelle hat die Stadt für sich bereits erschlossen und präsentiert sich damit auch selbst.

Über Werbeflächen auf dem Gelände der Römertherme könnten neue Einnahmen für das Freibad generiert werden. Stadtkämmerer Kai Uffelmann regte an, dem TSV Dormagen als Badbetreiber so städtische Gelder für dessen Betriebskosten zukommen zu lassen. Als Werbepartner schlug Uffelmann die städtischen Tochterunternehmen vor. So könnte sich die Stadt an den Betriebskosten des Bades beteiligen.

Auf der einen Seite gibt die Stadt Dormagen Geld für Werbung aus, auf der anderen Seite vermarktet sie Werbeflächen, um ihre Einnahmen zu erhöhen. "Wir sind ständig bemüht, neue, gute Werbeflächen zu finden", sagt Stadtmarketingleiter Guido Schenk. Sechs klassische Litfaßsäulen und 20 Tafeln für Großplakate sowie 60 so genannte Displays für kleinere Plakate stehen im Stadtgebiet für Werbezwecke zur Verfügung. "Des Weiteren bieten wir unsere Busse als Werbeträger an", erklärt der Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen, Klaus Schmitz. Hinzugekommen sind kürzlich Hinweisschilder an Straßenlaternen.

"Wir sind mit den Werbeeinnahmen zufrieden", fasst Schmitz zusammen. Buswerbung und die Großplakatflächen würden am besten verkauft. Welche Einnahmen die SVGD jährlich mit den Werbeflächen erzielt, ließ er offen. Doch trage die Werbung dazu bei, das Defizit der SVGD zu decken. Pläne, die Werbeflächen auf öffentlichen Grundstücken in der Stadt auszuweiten, gibt es derzeit nicht: "Wir haben unser Potenzial schon gut genutzt. Derzeit prüfen wir, ob wir auf den elektronischen Infosystemen, die die Haltestellen in den Stadtbussen anzeigen, auch Werbung zeigen können. Generell müsse man abwägen: "Zu viel Werbung im Stadtgebiet sieht nicht gut aus", sagt der Geschäftsführer.

Die SVGD selbst wirbt auch: "Wir betreiben Standortwerbung und und bewerben Dormagen als touristisches Ziel", erklärt Stadtmarketingleiter Schenk. Stadtbus und Hallenbäder stehen ebenfalls im Fokus der Werbeaktivität.

Die Energieversorgung Dormagen (evd) betreibt keine direkte Werbung für ihre Produkte. "Mit unserer Kampagne ,Wir für Dormagen' wollen wir Imagewerbung betreiben", erläutert Angelika Haas von der evd. Die Kampagne sei darauf ausgelegt, das Bewusstsein dafür zu stärken, welche Leistungen die Dormagener Stadtwerke vom Wasser bis hin zum Licht erbringen.

Darüber hinaus werben weitere Stellen innerhalb der Stadtverwaltung für ihre Angebote. So unter anderem auch das Kulturbüro und die Wirtschaftsförderung. Ob und wie viel Geld die Tochterunternehmen evd und SVGD für Werbung auf dem Gelände der Römertherme verwenden können, beraten nun erst einmal Verwaltung und Politik.

(NGZ/ac)