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Dormagen: Werbung im Freibad umstritten

Dormagen : Werbung im Freibad umstritten

Die Zukunft der Bäderlandschaft in Dormagen wird heiß diskutiert. Zuletzt hatte Kämmerer Uffelmann die Idee in den Raum geworfen, Werbung als Einnahmequelle für die Römertherme zu erschließen. Die NGZ erklärt in einer Serie, wie die Politik den Konzern Stadt aus der Krise steuern will.

Vorstellbar ist das Szenario: Während Kinder im Becken planschen und Sonnenanbeter auf der Wiese liegen, sind die Schriftzüge von Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft (SVGD), evd oder Stadtbus allgegenwärtig. Kämmerer Kai Uffelmann hatte die Idee ins Spiel gebracht, städtische Tochterunternehmen als Werbepartner für die Römertherme zu gewinnen. So könnte die Stadt sich an den Betriebskosten beteiligen — was umstritten ist — und würde gleichzeitig davon profitieren.

In der Politik wird der Vorschlag derweil äußerst kontrovers diskutiert. Wiljo Wimmer, CDU-Fraktionschef und gleichzeit Aufsichtsratsvorsitzender der SVGD, meint: "Mehrheitlich wird eine solche Umwegfinanzierung abgelehnt." Auch Ingo Kolmorgen von den Grünen lehnt die Idee bislang mit einem "Nein" ab. FDP-Stadtverbandsvorsitzender Torsten Günzel attackiert sogar Betreiber Bayer wegen der Kürzung der Zuschüsse. Werbemaßnahmen dürften kein verstecktes Sponsoring sein. Immerhin: "Wenn am Ende die Stadt in einem Gesamtkonzept einen indirekten Beitrag leisten müsste, kann man darüber sprechen."

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Die Bedeutung der Römertherme für die Stadt ist für Kämmerer Uffelmann essentiell: "Die Römertherme spielt in unserer Schwimmsportlandschaft mit dem TSV Bayer Dormagen und dem Landesleistungsstützpunkt Schwimmen eine wichtige Rolle." Hinzu kämen der Freizeitwert und die touristische Magnetwirkung. Deshalb empfehle der Verwaltungsvorstand die Zusammenarbeit im Werbebereich. Die weiteren Beratungen sollen zwischen Geschäftsführungen und Aufsichtsgremien stattfinden.

(NGZ)