Werbegemeinschaft: Sieben-Punkte-Plan für die Innenstadt in Dormagen

Werbegemeinschaft Dormagen: Sieben-Punkte-Plan für die Innenstadt

Wenige Tage vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Werbegemeinschatf City-Offensive Dormagen legen sechs Vorstandskandidaten, die als Team antreten, einen Aktionsplan vor.

Am Mittwoch nächster Woche ist erst die Versammlung, auf der das Sextett antritt und sich um die nach den Rücktritt der aktuellen Mitglieder vakanten Vorstandsposten der Werbegemeinschaft City-Offensive Dormagen (CiDo) bewirbt. Also Ausgang erst einmal offen, Wahl jedoch wahrscheinlich. Bis dahin sind die drei Frauen und drei Männer im „Wahlkampfmodus“ und rühren die Werbetrommel für sich. Das Ergebnis liegt vor und soll allen CiDo-Mitgliedern zugehen: ein Positionspapier oder „Sieben-Punkte-Plan“ für die Innenstadt. Guido Schenk, der sich als Vorsitzender bereit stellen würde und in der Öffentlichkeit als Sprecher fungiert, sagt: „Wir machen keine Versprechen und kündigen auch keine Visionen an. Wir versichern aber, dass wir uns ehrenamtlich und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten für unsere Innenstadt einsetzen wollen.“

Auf der südlichen Kölner Straße ist meist wenig los. Foto: Hammer, Linda (lh)

Die CiDo-Mannschaft in spé hat sieben „Baustellen“ ausgemacht, um die sie sich „kurz- bis mittelfristig“ kümmern will. Das sind:

Verkaufsoffene Sonntage Die vier verkaufsoffenen Sonntage jährlich werden von der CiDo „mit erheblichem finanziellem und personellem Aufwand mit organisiert“, sagen die Initiatoren. Das Problem: Die meisten Einzelhandels- und Gastronomieunternehmen der City profitieren davon, ohne dafür einen Beitrag zu leisten. Der Plan: Ab 2019 sollen Unternehmen, die nicht Mitglied der CiDo sind, um einen freiwilligen Solidarbeitrag in Höhe von mindestens 150 Euro jährlich gebeten werden. Das Szenario: „Sollte bis zum 15. Februar 2019 kein nennenswerter Betrag zusammenkommen, muss über eine Reduzierung der Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage schon im Jahr 2019 nachgedacht werden“, sagt Schenk.

Bei der Sanierung der maroden Treppe soll ein Aufzug berücksichtigt werden. Foto: Carina Wernig

Citymanager Seit 2014 wird ein Citymanager gefordert, zeitweilig auch mit Unterstützung des Bürgermeisters. „Wir regen an, einen Citymanager bei der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft als zentralen Ansprechpartner mit einem Stundenvolumen von mindestens 10 Stunden/Woche einzurichten.“

Die Brunnen sollen im nächsten Jahr repariert werden. Foto: Tinter, Anja (ati)

Barrierefreie Innenstadt Bei der geplanten Sanierung der Treppenanlage an der Sparkasse soll ein Aufzug für Gehbehinderte und Kinderwagen berücksichtigt werden. Ferner soll geprüft werden, ob Ladenlokale mit einer Stufe mit mobilen Rampen ausgerüstet werden können.

Michaelismarkt und verkaufsoffener Sonntag - eine Kombination, die womöglich in Gefahr ist, wenn sich Händler nicht stärker engagieren. ⇥Foto: A. Tinter Foto: Tinter, Anja (ati)
  • Dreiviertelmehrheit fehlte : Auflösung Werbegemeinschaft Dormagen gescheitert

Verbesserung der Infrastruktur Die seit längerem defekten Brunnen an der nördlichen Kölner Straße (Schützenbrunnen) und Marktstraße (Endres-Brunnen) sollen bis zum Beginn der Brunnensaison 2019 repariert werden. Für die abgebauten Spielgeräte (Hüpftiere) soll zeitnah Ersatz geschaffen werden. Um die Sauberkeit in der Fußgängerzone zu erhöhen, soll der Reinigungsrhythmus der Kehrmaschine angepasst werden. In der Innenstadt soll das vorhandene kostenlose Wlan flächendeckend ausgebaut werden.

Südliche Kölner Straße „Mit 700 Metern ist die Fußgängerzone zu lang für eine Stadt der Größenordnung Dormagens“, sagen die CiDo-Kandidaten. Deshalb stehen auch auf der südlichen Kölner Straße Ladenlokale teils seit über zehn Jahren leer. Durch eine Änderung des Bebauungsplans soll der ebenerdige Ausbau von Wohnungen auf der südlichen Kö ermöglicht werden. „So könnte nach und nach ein Wohnquartier ,Um St. Michael’ entstehen.

Werbung und Mehrwert Eine zentrale Aufgabe der CiDo, die ursprünglich Werbegemeinschaft Stadt Dormagen hieß, ist Werbung für die Innenstadt. Je nach finanziellen Möglichkeiten sollen die Ausgaben für Werbung in Print- und Onlinemedien verdoppelt werden.

Märkte am Hit-Markt Bereits im Sommer 2017 haben CiDo und Interessengemeinschaft Top-West bei der Stadtverwaltung eine Reduzierung der überwiegend Neuware anbietenden „Trödelmärkte“ auf sechs Sonntage beantragt. Mittlerweile wurde die Zahl von zwölf immerhin auf zehn Sonntagsmärkte verringert. „Wir fordern“, sagt Schenk, „im Jahre 2019 die Zahl auf höchstens acht zu begrenzen.“

Mehr von RP ONLINE