Werbegemeinschaft Dormagen sucht neuen Vorstand

City-Offensive : Werbegemeinschaft Dormagen sucht Weg aus Führungskrise

Ob es sich aktuell um die größte Krise einer Werbegemeinschaft in Dormagen handelt, können langjährige Wegbegleiter kaum sagen, dafür gibt es zu viele. So auch aktuell: Am Dienstagabend soll ab 19.30 Uhr im Ratskeller ein Weg aus der Führungskrise in der City-Offensive Dormagen (CiDo) gesucht und gefunden werden.

Denn der noch amtierende Vorstand um den Vorsitzenden Robin Zur und dessen Stellvertreter Erik Krüger hat bereits vor Wochen seinen Rücktritt erklärt und angekündigt, dass auf der heutige Versammlung neues Führungspersonal her muss. Anderenfalls droht der CiDo die Auflösung. Bis gestern hatte offenbar niemand den Hut in den Ring geworfen, um für den Vorsitz zu kandidieren.

Alles scheint heute Abend möglich zu sein, von der Wahl eines Vorstands bis hin zum Aus für die Interessengemeinschaft von Händlern und Gastronomen. Die schlechteste Möglichkeit, findet Guido Schenk, der seit fast 30 Jahren in diversen Werbegemeinschaften mitgearbeitet hat. „Die Innenstadt braucht eine Interessenvertretung“, sagt er. Er ist gegen eine Auflösung der CiDo, „sollte es doch dazu kommen, wird eine neue Form der Interessenvertretung benötigt.“ Schenk nennt die Lokale Allianz als Beispiel: „Kein Verein, keine Mitgliedsbeiträge, aber diese Einrichtung schafft es, wichtige Projekte für und in der Innenstadt anzuschieben.“ Kritisch äußert er sich in Richtung der noch amtierenden Führungsspitze der CiDo und spricht von einer „katastrophalen Kommunikation“.

Die Tagesordnung lässt es zu, tatsächlich im Verlauf des Abends die Auflösung zu beschließen. Zunächst soll darüber diskutiert werden und im günstigsten Fall im Anschluss neue Kandidaten für die Vorstandswahlen vorgestellt und gewählt werden. kommt es dazu nicht, kann, so sieht es die Tagesordnung vor, die satzungsgemäße Auflösung folgen. Dann ginge es auch darum, wem das Vermögen des Vereins zufällt und für welche Zwecke es zu verwenden ist.