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Dormagen: Weniger Plätze für Fußballer

Dormagen : Weniger Plätze für Fußballer

Die Verwaltung hat jetzt eine Liste vorgelegt, die genau das Einsparvolumen zeigt, das der Sport im Bereich Fußball leisten soll. Weil es immer weniger Kicker geben wird, sollen etliche Plätze wegfallen. Die NGZ sagt welche.

Von den Sparvorschlägen des Kämmerers im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes ist vor allem der Sport und mit ihm etliche Vereine und Mitglieder betroffen. Demnach sollen durch Veränderungen auf den Sportplätzen sowie durch die Erhebung von Nutzungsgebühren jährlich von anfangs 227 500 Euro in 2013 bis zu 425 000 Euro (ab 2020) in die Stadtkassen gespült werden. Jetzt liegen vor der Sitzung des Sportausschusses am kommenden Mittwoch konkrete Zahlen vor, wie viel Geld wo gespart werden soll.

Von der demographischen Entwicklung wird, so sagt die Verwaltung, gerade der Fußball-Sport betroffen sein. In den nächsten zehn Jahren wird städtischen Berechnungen zufolge die Zahl der unter 18 Jahre alten Kicker um rund 38 Prozent sinken. Nimmt man die Fußballer unter 40 Jahren hinzu, so liegt der Rückgang immer noch bei rund 30 Prozent. Das führt, so Sportservice-Leiter Bernd Lewerenz, zu "Überkapazitäten bei den großen Fußball-Spielfeldern". Folge: Es soll dort Veränderungen geben, die im Einzelnen so aussehen:

Sportplatz Zons Verzicht auf den Sportplatz in Stürzelberg und eine gemeinsame Nutzung der Anlage in Zons, wo dann ein neuer Kunstrasenplatz angelegt wird. Einspareffekt: ab 2018 jährlich 50 000 Euro (2018 einmalig: zwei Millionen Euro durch Verkauf der Fläche in Stürzelberg.

Sportplatz Delhoven Der Rasenplatz sowie die Umlaufbahn könnten eingespart und der Tennenplatz in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden. Der Rasenplatz könnte als Freizeitanlage genutzt werden. Verzicht auf die Beregnungsanlage. Einspareffekt: ab 2017 jährlich 25 000 Euro.

Sportplatz Horrem Auch in Horrem könnte der Zweitplatz eingespart und der übrige Platz in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden. Einspareffekt: ab 2017 jährlich 20 000 Euro.

Sportplatz Hackenbroich Der Rasenplatz könnte in einen Kunstrasenplatz umgewandelt und der sanierungsbedürftige Aschenplatz aufgegeben werden. Einspareffekt ab 2018: jährlich 20 000 Euro.

Zudem könnte der Baseballplatz an einen Hundesportverein verpachtet und von diesem auch gepflegt werden. Effekt: Jährlich 5 500 Euro.

Sportplatz Delrath Das ab 2020 sanierungsbedürftige Großspielfewld könnte in ein Kunstrasen-Kleinspielfeld umgebaut werden. Einspareffekt: jährlich 35 000 Euro.

Sonstiges Die Aufgabe eines weiteren Sportplatzes (möglicherweise Gohr) würde ab 2020 jährlich 35 000 Euro bringen.

Info Die öffentliche Sitzung des Sportausschusses beginnt am Mittwoch um 17 Uhr im Neuen Rathaus.

(NGZ)