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Dormagen: Weihnachtsbäume direkt vom Bauern

Dormagen : Weihnachtsbäume direkt vom Bauern

In vier Tagen ist Weihnachten. Also bleibt nicht mehr viel Zeit, sich einen Christbaum zu beschaffen. Die Bauern der Region verkaufen sie.

Weihnachten kommt mit schnellen Schritten näher, in vier Tagen ist es dann soweit: Familien, Freunde und Verwandte treffen sich unter dem festlich geschmückten Christbaum. Die Auswahl des richtigen Weihnachtsbaumes ist aber gar nicht so einfach, denn es gibt einiges zu beachten.

"Bäume die sehr ebenmäßig sind, sind oft mit Dünger oder Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt", erklärt Dorothea Khairat, Leiterin der Verbraucherzentrale Dormagen. Wie für Lebensmittel gibt es auch für Weihnachtsbäume ein Ökosiegel ausgestellt von verschiedenen Bioverbänden. "So kann man zum Beispiel Bäume mit Naturland-, Bioland- oder EU-Biosiegel kaufen. Wenn man die nicht findet, sollte man regionale Produkte kaufen", sagt Khairat. So wie vom Grenzhof in Stürzelberg. Dort gibt es eine drei Hektar große Schonung mit Nordmanntannen, aber auch exotische Sorten wie Korea- oder Coloradotannen. "Der laufende Meter kostet bei uns im Schnitt 18 Euro," erklärt die Bäuerin Petra Berchem. Wer will, kann sich nach dem Aussuchen den Baum gleich selbst schlagen. "Vor allem Familien kommen zu uns und sägen den Baum gerne selbst ab", sagt Berchem.

Auch im Hofladen von Bauer Willi Feiser in Gohr gibt es Weihnachtsbäume. "Bei uns gibt es Bäume von zertifizierten Betrieben aus dem Sauerland", erklärt der Landwirt. Mit drei Aufzuchten ist Feiser seit 25 Jahren geschäftlich verbunden. "Die bekommen von einer unabhängigen Kommission unangemeldete Besuche und werden dann überprüft", sagt Feiser. In den vergangenen 25 Jahren sei aber auch so ein gutes Verhältnis zu den Sauerländer Betrieben entstanden. Einmal pro Woche kommt eine frische Lieferung Nordmanntannen. "Fichten verkaufen wir gar nicht mehr. Die werden nicht mehr nachgefragt", so der Bauer. Pro Meter berechnet er 18 Euro, egal wie gerade oder schief der Baum ist. Für 25 Euro gibt es den Nadelbaum auch im Topf, damit man ihn nach getaner Arbeit im heimischen Wohnzimmer noch im Garten pflanzen kann.

Davor muss der Christbaum aber natürlich noch festlich geschmückt werden. "Bei Christbaumschmuck gibt es keine großen Trends. Bei uns verkaufen sich goldene, rote und lila Christbaumkugeln immer noch am besten", sagt Rolf Ladermann vom Dekoladen "Ropina" auf der Kölner Straße. Noch hat Ladermann genügend Kugeln im Angebot, die will er aber in den letzten Tagen vor dem Fest noch verkaufen. "Christbaumschmuck wird erfahrungsgemäß erst auf den letzten Drücker gekauft. Am 24. kommen dann die Männer mit viereckigen Augen hereingehetzt und kaufen noch schnell neuen Schmuck", scherzt Ladermann. Denn spätestens am Abend des 24. muss der festlich geschmückte Baum dann stehen.

(NGZ)