1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Was Eltern bei der Schulwahl wissen sollten

Dormagen : Was Eltern bei der Schulwahl wissen sollten

Die Eltern der Zweit- und Drittklässler wählen per Fragebogen eine Schulform für ihr Kind. Es geht vor allem um die Sekundarschule.

Seit wenigen Tagen läuft die Befragung der Eltern der zweiten und dritten Klassen. Sie sollen Auskunft geben, welche Schulform sie ab Sommer 2014 für ihr Kind voraussichtlich wählen werden. Bei dezentralen Informationsveranstaltungen wurden die Eltern ausführlich informiert. Dennoch: Es bleiben Verunsicherungen und Fragen. Die Stadt-Elternschaft, die sich maßgeblich in den Prozess der Entwicklung der Schullandschaft einbringt, hat Kernfragen mit ihren Antworten zusammengestellt, "eine gute Hilfestellung für die Eltern vor dem Ausfüllen der Fragebögen", sagt Vorsitzender Hans-Jürgen Niehues. Das sind die wichtigsten Fragen der Eltern:

Warum muss die Schullandschaft umgestaltet werden?

Weil die Hauptschule ausläuft, entsteht ein Problem für die Sekundarstufe I. Hinzu kommt die demographische Entwicklung: Von ehemals 700 Anmeldungen zur 5. Klasse liegt die Zahl aktuell bei etwa 600 und wird in einigen Jahren weiter auf 450 Schüler sinken.

Warum geht es in der Diskussion nur um Sekundarschule oder Gesamtschule?

Die bisherigen Anmeldezahlen zeigen, das eine weitere Schule des gegliederten Schulsystems (Realschule oder Gymnasium) nicht benötigt wird. Eltern wünschen sich zunehmend eine Schule des längeren gemeinsamen Lernens, das nur die Sekundarschule oder die Gesamtschule bieten können.

Wer hat das Konzept für die Sekundarschule erstellt?

Der Schulausschuss hat eine Konzeptgruppe mit dieser Aufgabe betraut, der Vertreter aller Dormagener weiterführenden Schulen angehören. Dazu Vertreter von Grundschulen, Integrationsrat und Stadt-Elternschaft. Politiker waren nicht beteiligt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Sekundar- und einer Gesamtschule?

In der Sekundarstufe I gibt es nahezu keine Unterschiede. Der wesentliche innere Unterschied liegt im Wegfall der Leistungsdifferenzierung durch Kursniveaus bei der Sekundarschule (in Dormagen) gegenüber einer Gesamtschule. Ein äußerer Unterschied ist die eigene Oberstufe der Gesamtschule gegenüber der garantierten Aufnahme in einer Oberstufe bei der Sekundarschule.

Welche Schule ist denn nun besser?

Die Frage kann man so nicht stellen. Es geht darum, welche Schule den konkreten Anforderungen jedes einzelnen Kindes am besten entspricht. Das neue Angebot kann unmöglich für jeden Schüler das Richtige sein.

Warum findet eine Elternbefragung statt?

Die (unverbindliche) Befragung sieht das Schulgesetz als Nachweis für den Bedarf nach einer Sekundarschule vor.

(NGZ)