VR Bank Dormagen Sechs Prozent Dividende

Vertreterversammlung : VR-Bank: Sechs Prozent Dividende

Der ehemalige Bürgermeister von Dormagen, Peter-Olaf Hoffmann, ist als Aufsichtsratsvorsitzender ausgeschieden.

Die Zahlen rückten in den Hintergrund, als es in der Vertreterversammlung der VR Bank um personelle Veränderungen ging: Denn mit Peter-Olaf Hoffmann wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrates verabschiedet.  Hoffmann, ehemaliger Bürgermeister von Dormagen, hatte 2016 diese Position übernommen und die Verschmelzung der VR Bank Dormagen mit der Raiffeisenbank Rhein-Berg in Monheim maßgeblich begleitet.

Seit 1999 war Hoffmann im Aufsichtsrat tätig, erlebte dort die Fusion mit der Raiffeisenbank Neuss Land mit und wurde im Februar 2001 zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der daraus hervorgegangenen neuen VR Bank eG gewählt. Der gelernte Jurist konnte seine Erfahrung aus Politik, Bürgermeister-Amt und Geschäftsführung der AVG Köln einbringen. Hoffmann ist jetzt aufgrund der satzungsgemäßen Altersgrenze ausgeschieden und wurde für seine Verdienste mit dem Ehrenbrief des Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet.

Nachfolger und neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist Hans-Jürgen Eschen (68), der in der konstituierenden Sitzung des Gremiums gewählt wurde. Der bisherige Vize sitzt seit 1999 im Aufsichtsrat der damaligen Raiffeisenbank. Neuer Stellvertreter ist Wiljo Wimmer, ehemaliger CDU-Landtagsabgeordneter, Ratsmitglied und Fraktionsvorsitzender der Dormagener CDU.

Ganz ohne Zahlen ging es bei der Vertreterversammlung nicht. Der Vorstand legte eine Bilanz vor, die von Wachstum und Konsolidierung geprägt war. Die 13.436 Mitglieder erhalten, so der Beschluss, eine Dividende von sechs Prozent (Vorjahr: sieben Prozent).  In Summe sind es 314.565 Euro. „Niedrigzinsumfeld, ausufernde Regulierung und fortschreitende Digitalisierung sind die Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen“, schreiben die Vorstände Theodor Siebers, Rainer Hilgers (beide Dormagen), Jörg Richter und Bernhard Schwarz (Monheim) in ihrem Bericht. „Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen verlief das Geschäftsjahr 2017 insgesamt erfolgreich.“ Die Bilanzsumme erhöhte sich um 4,1 Prozent auf 1,170 Milliarden Euro (2016: 1,123 Milliarden Euro). Die Kundeneinlagen entwickelten sich mit einem Zuwachs von vier Prozent auf 956 Millionen Euro „besser als erwartet“.

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