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Vortrag in Zons: Bekanntes Opfer der Hexenverfolgung

Vortrag in Zons : Bekanntes Opfer der Hexenverfolgung

Das Archiv im Rhein-Kreis Neuss setzt seine historische Reihe „Geschichte im Gewölbekeller“ fort. Dieses Mal geht es um Katharina Henot.

Am Dienstag, 26. April, um 19 Uhr spricht Historiker Thomas Schwabach aus Dormagen über den Fall „Katharina Henot“. Der Vortrag behandelt den „Justizmord an der Zonser Zöllnerswitwe und Kölner Patrizierin vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse zu Persönlichkeit und Vita“. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Dormagen statt. Veranstaltungsort ist die Nordhalle von Burg Friedestrom in Zons.

Die Kölner Patrizierin Katharina Henot ist eines der bekanntesten Opfer der frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen und war der Stadt Zons laut neuen Berichten tief verbunden. Katharina Henot war im 16. und 17. Jahrhundert eine stadtbekannte und einflussreiche Frau. Die damalige Postmeisterin wurde von einer Nonne der Hexerei beschuldigte. Ohne jegliche juristische Grundlage, so heißt es, wurde die Geschäftsfrau im Mai 1627 verbrannt. Heute geht man von einem Komplott zwischen mehreren Personengruppe aus. Im November 2011 reichten unteranderem Nachfahren von Henot beim Rat der Stadt Köln einen Antrag auf sozialethische Rehabilitation der Opfer der Kölner Hexenprozesse ein. Mit Erfolg.

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Generationen von Forschern haben sich mit ihrem „mysteriösen und erschütternden“ Fall befasst, der in Romanen, Theaterstücken, Filmen und auch Liedern behandelt wurde. Kölner Studenten haben den Fall als Hörspiel inszeniert. Neue Quellenfunde erbrachten die Erkenntnis, dass sie ihren Lebensmittelpunkt viele Jahre nicht in der Domstadt, sondern im Zollstädtchen Zons hatte. Sie belegen ferner eine historische Persönlichkeit, die wenig gemein hatte mit dem positiven Bild, das man heute in Köln durch vielerlei Formen der Ehrerbietung vermittelt.

Für die Vortragsveranstaltung ist eine vorherige Anmeldung nötig.

(NGZ)