Dormagen: Vorstand der Hospizbewegung sucht eine neue Vorsitzende

Dormagen : Vorstand der Hospizbewegung sucht eine neue Vorsitzende

Sabine Köhler kandidiert im Sommer 2018 nicht mehr für den Vorstand. Der Liederabend mit Oliver Steller am 18. November ist ihre letzte Veranstaltung.

Der Liederabend mit Oliver Steller am 18. November um 19.30 Uhr in der Baptistenkirche an der Bürger-Schützen-Allee wird die letzte Veranstaltung sein, die Sabine Köhler als Vorsitzende der Hospizbewegung Dormagen organisiert. "Ich werde mich im Sommer 2018 nach zehn Jahren wie angekündigt aus der Vorstandsarbeit zurückziehen", sagte Sabine Köhler auf Nachfrage. "Zehn Jahre an der Spitze sind genug, jetzt möchte ich mich mehr um meine Familie und meine vier Enkel kümmern", sagt die engagierte Vorsitzende, die 2003 zunächst als Beisitzerin und seit 2008 als Vorstandsvorsitzende ehrenamtlich für den Verein tätig ist, der die Begleitung Schwerkranker und Sterbender sowie ihrer Angehöriger anbietet. Als Sterbebegleiterin hatte Sabine Köhler 1994 die Arbeit für die Hospizbewegung begonnen.

Jetzt wird eine Nachfolgerin für die 60-Jährige gesucht, die sich im Mai oder Juni zur Wahl stellen wird. "Da wäre eine Einarbeitungszeit natürlich sinnvoll", sagt Köhler, die zuversichtlich ist, dass sich eine neue Vorsitzende finden wird. Als stellvertretender Vorsitzender wird weiterhin Dr. Udo Kratel für Kontinuität im Vorstand sorgen.

Auch wenn Sabine Köhler zunächst ganz pausieren möchte, schließt sie eine Rückkehr nicht aus: "Ich kann mir vorstellen, dass ich in ein paar Jahren wieder als Sterbebegleiterin oder in anderer Funktion zurückkehre", sagt sie. Denn die Arbeit im Hospizbewegungs-Team ist ihr wichtig. In ihre zehn Jahre als Vorsitzende fiel auch die anstrengende Suche nach einem neuen Domizil, nachdem die Diakonie den Schümmerhof selbst nutzen wollte. In den neuen Räumen an der Krefelder Straße 23 fühlen sich Koordinatorinnen und Mitarbeiter sehr wohl, allerdings kosten sie weitaus mehr Miete. "Da würden wir uns freuen, wenn wir Sponsoren fänden, die uns mit regelmäßigen Zuschüssen unter die Arme greifen", sagt Köhler.

Neben der Lobbyarbeit für ihren Verein, der Qualifizierung der Ehrenamtler, dem Vorzeigeprojekt "Hospiz macht Schule" an Grundschulen und der Etablierung des Offenen Treffs für trauernde Angehörige haben Sabine Köhler die kulturellen Veranstaltungen wie die mit Oliver Steller, der schon mehrmals in Dormagen war, besondere Freude bereitet: "Damit haben wir neue Leute für unsere Arbeit interessieren können."

(NGZ)
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