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Dormagen: Viel Lob für die ersten Kinder-Paralympics

Dormagen : Viel Lob für die ersten Kinder-Paralympics

Die Premiere ist sehr gut gelungen, beim Spielfest für behinderte und nichtbehinderte Kinder in der TSV-Halle am Höhenberg herrschte eine entspannte und fröhliche Atmosphäre. Das soll in zwei Jahren wiederholt werden. Wer Freitagmorgen in die strahlenden Gesichter der 144 Kinder blickte, wusste sofort, dass die Teilnehmer der "Paralympics für Dormagener Kinder" (PaDoKi) von Bürgerstiftung und TSV Bayer Dormagen mit Spaß bei der Sache waren. "Und das ist das wichtigste, dass vor allem die behinderten Kinder viel Freude am Sport und der Bewegung haben", erklärte Heinz Pankalla, Vorsitzender der Bürgerstiftung, der sich bei den mehr als 70 ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz bedankte. "Ich bin überglücklich, dass alles so reibungslos klappt", sagte Pankalla.

Gut gelaunt hüpfen Mädchen und Jungen auf dem Trampolin herum, während dahinter ein kleiner Junge eifrig mit einem Softball Elfmeterschießen übt, ein Mädchen am Seil hin- und herschwingt und in der nächsten Ecke scheppernd Büchsen vom Stapel geworfen werden. Die 16 Spielstationen der Kinder-Paralympics waren abwechslungsreich und spannend genug, um die Aufmerksamkeit der Kinder lange zu fesseln. Erstellt haben sie Mosaikschul-Lehrerin Marina Beer, TSV-Sportwart Wolfhard Nickel-Hamel und Nahed Agwa. Beratung kam dazu von Tanja Scheuer vom Forschungsinstitut für Behinderung und Sport der Sporthochschule Köln und den Studenten, die am Freitag auch nachgefragt haben, welche Stationen bei den Kindern besonders beliebt waren. "Das Ziel ist es, langfristig gemeinsamen Sport für Behinderte und Nicht-Behinderte zu ermöglichen", erklärte Tanja Scheuer.

Behinderte und nichtbehinderte Kinder hatten Spaß an den Spielstationen wie dem Trampolin (o.). Foto: H. Jazyk

Zu Beginn von PaDoKi gab es sogar einen richtigen Einmarsch der vier Einrichtungen: Schule am Chorbusch, Mosaikschule aus Hemmerden, Heilpädagogischer Kindergarten in Nievenheim und Integrative Kindertagesstätte in Stürzelberg. "Das ist wie bei den großen Paralympics auch", berichtete Thomas Renger, der in London 2012 eine Bronzemedaille im Rollstuhl-Volleyball geholt hatte. Diese Medaille zeigte er den Kindern gern. "Die Veranstaltung ist wichtig, so können die Kinder spielerisch testen, welche Sportart sie gut finden", erklärte Renger. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann verriet den Kindern: "Im Gegensatz zu den Erwachsenen-Paralympics gibt es heute für euch alle eine Goldmedaille, natürlich aber nur, wenn ihr mindestens zehn Spielstationen besucht habt." Für den Fonds Schilling der Bürgerstiftung, aus dem behinderte Kinder regelmäßig unterstützt werden sollen, dankte Hoffmann allen Helfern und Spendern.

Auch die Sponsoren von PaDoKi zeigten sich beeindruckt: "Die Kinder sind so begeistert, da hat sich die Arbeit der Organisatoren doch gelohnt", sagte Jürgen Beckmann, Sportkoordinator der Bayer AG. "Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit und eine Herzensangelegenheit, behinderte Kinder zu unterstützen", wies Beckmann darauf hin, dass PaDoKi weiter gefördert wird. Jobst Wierich von Currenta stellte heraus, dass Behinderte in keinem Bereich ausgegrenzt werden dürfen. Er hofft auf eine Wiederholung der Aktion. Dem schloss sich Jürgen Peters von der Sparkasse Neuss an: "Wir sind sehr zufrieden, die Resonanz ist großartig."

Nur Fabienne Rothe war traurig. Die Sängerin und letztjährige DSDS-Vierte wollte als Überraschungsgast für die Kinder singen, stand aber mehrere Stunden im Stau und verpasste den Auftritt.

(NGZ/gre/ac)