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Dormagen: Viel Arbeit vor Allerheiligen

Dormagen : Viel Arbeit vor Allerheiligen

Vor Allerheiligen sind Mitarbeiter des Bauhofs und Friedhofsgärtner in Dormagen im Dauereinsatz. Für den Feiertag, an dem viele Menschen ihrer toten Angehörigen gedenken, sollen die Friedhöfe gepflegt aussehen.

Es duftet nach frisch gemähtem Gras und Kiefernrinde. Die dunkelgrünen Hecken sind fein gestutzt. Goldenes, orangenes, gelbes Laub liegt vereinzelt auf den Wegen zwischen den mit Tanne und Blumen geschmückten Grabstätten. Beim Gang über den Friedhof in Horrem sind viele Menschen anzutreffen, die kurz vor Allerheiligen die Gräber ihrer Angehörigen und Freunde herrichten. In diesen Tagen haben Mitarbeiter des Bauhofs so viel Grünabfälle wie sonst nie im Jahr zu entsorgen.

20 Gärtner auf zwölf Friedhöfen

Für die zwölf Friedhöfe in der Stadt hat das Friedhofsamt kurzfristig 14 Mitarbeiter vom Bauhof für die Pflege und Herrichtung der Friedhöfe abberufen. Mit den sechs ohnehin für die Friedhöfe zuständigen Arbeitern sind derzeit 20 Männer in grünen Overalls auf den Friedhöfen im Einsatz. Sie stutzen Hecken, sammeln Müll und harken Laub — das vor allem. "Es ist unglaublich, was hier derzeit von den Bäumen fällt", sagt ein Friedhofsangestellter. "Die Mengen, die ich hier heute aufsammel', liegen morgen wieder hier." Das eingesammelte Laub von allen Friedhöfen wird auf der Erweiterungsfläche des Friedhofs in Horrem verteilt und gehäkselt.

Die Pflege der Gräber selbst ist Sache der Angehörigen. Viele von ihnen bemühen sich selber darum, entfernen das Laub, streuen neuen Rindenmulch und pflanzen Blumen; schmücken die Gräber mit Kränzen oder Gestecken. Einen freien Parkplatz am größten Friedhof der Stadt in Horrem zu finden, fiel am Wochenende deswegen schwer.

Andere Bürger lassen die letzten Ruhestätten ihrer Angehörigen von Gärtnereien pflegen. Auf allen Friedhöfen in Dormagen ist die Gärtnerei Röllgen aus Köln-Weiler im Einsatz. Schon am 20. Oktober sollen die Gräber im besten Fall "fertig" sein, heißt: winterfest und für Allerheiligen präpariert, wie Geschäftsführer Jakob Röllgen erklärt. "In den vergangenen Tagen waren unsere Leute häufig draußen, um die Pflanzenbeete zu bewässern." Das Wetter sei sehr trocken gewesen im Vergleich zu den Vorjahren, sagt Röllgen.

Kränze oder Gestecke besorgen sich die Angehörigen selber. Daniela Langenstein vom gleichnamigen Blumenhandel verkauft Gestecke und Kränze auf dem Wochenmarkt. "Die Kunden kaufen sich gern Exklusives", sagt sie. Da jeder Discounter heute Grabschmuck verkaufe, suchten viele das Unverwechselbare. Beliebt bei ihr seien kleine Rosengestecke aus Reisigharz.

(NGZ)