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Dormagen: VHS strafft Ferienprogramm

Dormagen : VHS strafft Ferienprogramm

Die Volkshochschule bietet im Sommer zum zweiten Mal ein Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche an. Das Angebot wurde im Vergleich zu 2010 gestrafft, da über ein Drittel der Kurse, besonders Sprachkurse, ausfielen.

Ein richtige Broschüre hielt in Händen, wer im vergangenen Jahr das Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche der VHS in Dormagen studieren wollte. 39 Kurse wurden erstmals in den ersten drei Ferienwochen angeboten. Die 22 Kursangebote für dieses Jahr finden sich hingegen in einem kleinen, aufklappbaren Flyer, wobei die kompakte Form laut Leiterin Claudia Stawicki nichts mit dem Sparkurs zu tun hat, der auch der VHS verordnet wurde. "Wir wollten einfach mal etwas Neues ausprobieren und haben ein Format gesucht, das man Kindern und Jugendlichen besser in die Hand drücken kann."

Der praktische Flyer und der frühe Zeitpunkt der Ankündigung des Ferienprogramms sollen mehr Interesse wecken als im Vorjahr — weit mehr als ein Drittel der Ferienkurse für den VHS-Nachwuchs fielen mangels Interesse aus. "Wir haben im Nachhinein häufig gehört, dass die Ankündigungen zu spät kamen oder nicht genug bekannt gemacht worden waren", sagt Stawicki. Die "ungewöhnlich hohe Ausfallquote" — im klassischen VHS-Kursprogramm fällt im Schnitt etwa jeder vierte Kursus mangels Anmeldungen aus — führt Claudia Stawicki auch auf die Angebote selber zurück. "Vor allem die Sprachkurse wurden nicht angenommen. Das war wohl zu viel Schule", räumt sie ein. Dennoch sei man mit den 127 Teilnehmern im Vorjahr finanziell bei "Plus-Minus-Null" gelandet. "Wir haben kein Minus gemacht mit dem Kursangebot", betont Claudia Stawicki. Die generelle Ausfallquote der VHS-Kurse erklärt sie mit dem Bildungsauftrag: "Wir bieten ja nicht nur nach Nachfrage an, sondern versuchen bewusst, Interesse an Themen zu wecken." Ausfallhonorare für Dozenten fielen auch nur an, wenn diese zu Vorträgen oder Kursen erschienen und diese dann kurzfristig ausfielen. Gleichwohl zieht die VHS Konsequenzen aus der Vorjahresbilanz des Ferienangebots. Das Angebot wurde gestrafft, eher auf Jüngere, bis 14-Jährige zugeschnitten und neu akzentuiert. "Wir konzentrieren uns auf die Kreativangebote", betont Claudia Stawicki. Dazu zählen Acrylmalerei, Handwerkliches wie Filzen oder Nähen und Action Painting, aber auch Hip Hop-Tanzkurse. Dazu kommen Selbstverteidigung und EDV-Kurse. Im Bereich Schule gibt es 2011 nur noch den Kursus "Schularbeiten mit Hilfe des PCs leicht gemacht".

Neu ist in diesem Jahr auch, dass die Kurse länger dauern: Damit kommt die VHS den Eltern entgegen, die ihre Kinder betreut wissen wollen. Claudia Stawicki ist sicher, dass die Angebote diesmal besser ankommen. "Die 22 Kurse kriegen wir voll", glaubt sie.

(NGZ)