VHS-Kursus zeigt Klassiker der Rheinischen Küche

Rheinische Küche : Wie „Flutschmoppen“ und „Pepse“ entstehen

„Pillekooche“, „Döppekooche“ oder „Flutschmoppen“ – im VHS-Kochkursus werden „Rheinische Spezialitäten“ gelernt.

Unter der Anleitung von Köchin Sabine Hachenberg lernen Teilnehmer eines Kochkurses der Volkshochschule (VHS) Dormagen, wie sich die Spezialitäten am besten zubereiten und anrichten lassen. „Es geht nicht nur ums Kochen, wir verbringen einfach einen schönen Abend zusammen“, erzählt Hachenberg, die neben Kochkursen auch das VHS-Krimidinner leitet. „Hier treffen verschiedene Mentalitäten aufeinander.“ Einige der zehn Teilnehmer kennen sich schon von vorherigen Kursen. „Es gibt sozusagen Stammgäste, die regelmäßig meine Kurse besuchen“, erklärt sie.

Bei einer kurzen Vorstellungsrunde, stellt Hachenberg auch die Rezepte vor: „Rheinische Pepse“ ist ein Sauerbraten vom Schwein, „Döppekooche“ bezeichnet einen Kartoffel-Rosinen-Auflauf, „Pillekooche“ eine Art Pfannkuchen aus geriebenen Kartoffeln und Zwiebeln. „Ein bisschen wie ein Reibekuchen“, bemerkt eine Teilnehmerin. Außerdem gibt es einen Löwenzahnsalat mit Croutons und Ei, der liebevoll in kleinen Einmachgläsern angerichtet wird. Zum Nachtisch werden Krapfen und „Flutschmoppen“ gereicht. „Die sind wie Lebkuchen, nur mit weniger hochwertigen Zutaten – Lebkuchen für Arme quasi“, erklärt Hachenberg.

Jeder ist für einen Teil des Essens verantwortlich, wer weniger zu tun hat, hilft den anderen. Die Leiterin schaut allen über die Schulter, unterstützt bei Bedarf und gibt Tipps. „Man kann gut als Einzelperson oder mit seinem Partner kommen“, findet Teilnehmerin Ute Lunemann. „Man trifft immer offene Menschen.“

Die Tipps der Köchin vereinfachen nicht nur das Kochen – auch, wie man Eingebranntes aus einer Pfanne wieder rausbekommt, ist Thema: „Einfach Salz in die Pfanne streuen und diese dann wieder auf den Herd stellen“, erklärt Hachenberg. „Das Salz brennt das Eingebrannte weg.“

Frische Beeren und Schnittlauch kommen ins Spiel, als es um das Anrichten der Gerichte geht. Aus dem „Pillekooche“ werden kurzerhand kleine Burger mit Bacon und saurer Sahne als Soße gezaubert. Der Sauerbraten wird in Scheiben geschnitten und mit einer Scheibe Schwarzbrot und Soße als „Finger-Food“ serviert. Um die gedeckte Tafel versammeln sich alle, um das Ergebnis ihrer Arbeit zu probieren: „Lecker!“ und „Schmeckt gut!“

„Kann man gut essen“, lautet das Fazit der Köchin. Jedes Koch-Team fasst während des Essens zusammen, was genau gemacht wurde, um dieses Ergebnis zu erreichen. „Den ‚Döppekooche‘ mache ich nächstes Mal, wenn Gäste kommen“, verkündet eine Teilnehmerin. Weitere Kochkurse sind bereits geplant, sicherlich wieder mit einigen der jetzigen Teilnehmer.

Mehr von RP ONLINE