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Versuchte Tötung in Dormagen: Angeschossener Kölner außer Lebensgefahr

Versuchte Tötung in Dormagen : Schüsse auf Emdener Straße – Opfer ist außer Lebensgefahr

Noch sucht die Polizei weiter nach den drei Verdächtigen, die am Samstag Mittag einen 43 Jahre alten Mann angeschossenen haben. Die Polizei hat laut Staatsanwaltschaft bisher noch keine heiße Spur.

Der Schuss auf einen 43 Jahre alten Kölner am Samstag Mittag auf der Emdener Straße im Gewerbegebiet Top West war auch am Montag noch Gesprächsthema in Dormagen. Die Polizei sucht weiter nach drei geflüchteten Verdächtigen, die von Zeugen beobachtet wurden, sowie nach weiteren Zeugen und Hinweisen auf die Tat und die Täter. Sie bittet um Anruf unter 02131 3000. Eine gute Nachricht konnte der Düsseldorfer Staatsanwalt Stefan Peters am Montag Nachmittag auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilen: „Der angeschossene Mann ist mittlerweile außer Lebensgefahr.“

Trotz der schnellen Reaktion der Zeugen, die am Samstag gegen 11.20 Uhr nach Angaben der Polizei mitbekamen, wie der Kölner auf offener Straße lebensgefährlich verletzt wurde, und die Polizei und Rettungsdienst herbei riefen, sind die verschwundenen Verdächtigen, die laut Zeugenaussagen alle ein Tuch vor dem Mund trugen, bisher noch nicht aufgespürt worden. „Wir haben dazu leider noch keine neuen Erkenntnisse und keine heiße Spur“, sagte Staatsanwalt Peters am Montag Nachmittag. 

Nach ersten Erkenntnissen, so Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag in einer Mitteilung, war es am Samstag zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem späteren Opfer und drei Männern gekommen, die mit dem Schuss auf den 43-Jährigen endete. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Der Arzt Paul Klüger, der eine Praxis für Substitutionstherapie an der Emdener Straße betreibt, in deren Nähe die Auseinandersetzung am Samstag stattfand, hat mit vielen Nachbarn gesprochen: „Durch diese schreckliche Tat sind viele Leute verunsichert, sie haben Angst“, berichtet er auf Nachfrage unserer Redaktion. Diese Behandlung opiatabhängiger Patienten ist ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses der Reintegration Heroinabhängiger.