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Verkehrsprobleme in Dormagen: Gutachten für Delhoven wird vorbereitet

Verkehrsprobleme in Dormagen : Gutachten für Delhoven wird vorbereitet

Im nächsten Planungsausschuss soll beschlossen werden, die Verkehrssituation in Delhoven von einem externen Fachbüro untersuchen zu lassen.

Nievenheim und Delhoven sind die Synonyme für Verkehrsprobleme in Dormagen. In beiden Ortsteilen kämpfen Bürger um Veränderungen und Beruhigung. Was Delhoven betrifft, so soll am 27. Januar der nächste Schritt erfolgen. An diesem Tag kommt der Planungs- und Umweltausschuss in seiner ersten Sitzung in der neuen Wahlperiode zusammen. Auf der Tagesordnung soll ein Verkehrsgutachten für Delhoven stehen.

Nach Informationen aus dem Rathaus wird dort ein Arbeitsprogramm aufgestellt. Es geht darum, vor der Beauftragung eines externen Verkehrsingenieurbüros alle relevanten Daten und Fakten sowie Fragestellungen zu definieren. „Es muss beispielsweise festgelegt werden, welche Straßen in Delhoven untersucht werden sollen“, erklärt Stadtsprecher Jonathan Benninghaus. Ebenso sollen vorhandene Verkehrsuntersuchungen,  regionale und überregionale Strukturanalysen, die womöglich in den Untersuchungsraum wirken, zusammengetragen werden. Die Planungspolitiker werden im besten Fall in jener Sitzung zustimmen, so dass im Anschluss Gutachter beauftragt werden können.

Die Verwaltung hat 2019 eine neue Anbindung zur Klosterstraße ins Gespräch gebracht, um die Anwohner dieses Bereiches zu entlasten. Eine Anbindung würde über die verlängerte Pfauenstraße/Ecke Krähenweg erfolgen, eine neue Straße geradeaus ins Feld und im rechten Winkel auf die L 280/Klosterstraße bzw. Provinzialstraße führen. Es gibt zwei Varianten: Zum einen könnten durch eine Öffnung die Boelckestraße und die Josef-Steins-Straße um etwa 1800 Fahrzeuge pro Tag entlastet werden. Zum anderen ist eine Anbindung mit Einbahnstraßenregelung denkbar, bei der nur von der Pfauenstraße auf die L 280 herausgefahren werden darf. Dies würde ein Minus von etwa 900 Fahrzeugen bedeuten.

Die Folge waren konträre Meinungen, hitzige Diskussionen und keine Einigung unter den betroffenen Anwohnern. Bei der Beauftragung eines Gutachtens würde dann der gesamte Ortsteil betrachtet. „Die Grenze einer zumutbaren Verkehrsbelastung ist sehr schwierig zu ziehen“, gab Bürgermeister Erik Lierenfeld im August zu bedenken. Zwar gebe es objektive Kriterien, die von Gerichten und Behörden dargelegt würden. „Aber es ist auch eine subjektive Erfahrung.“

(schum)