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Verkehr in Dormagen: Unfall-Kreuzung L280/L380 sechs Wochen gesperrt

Verkehr in Dormagen : Unfall-Kreuzung sechs Wochen gesperrt

Harte Zeiten für Autofahrer: Weil die Unfall-Kreuzung Provinzial-/Franz-Gerstner-Straße umgebaut und dafür in den Sommerferien gesperrt wird, müssen sie weiträumige Umleitungen in Kauf nehmen – vor allem zu den A57-Auffahrten.

Ab Montag, 1. Juli, beginnt die Regionalniederlassung Niederrhein des Landesbetriebs Straßen-NRW mit dem Umbau der Unfallkreuzung Nummer eins – Provinzialstraße (L280) / Franz-Gerstner-Straße (L 380). Für die Vorarbeiten werden die Radwege im Kreuzungsbereich ab Montag voll gesperrt. Im Anschluss wird ab dem 15. Juli die gesamte Kreuzung und der Park & Ride-Parkplatz an der Autobahnanschlussstelle A 57 Dormagen (Fahrtrichtung Neuss) für den Verkehr gesperrt. Die Sperrung dauert bis zum Ende der Sommerferien. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf 1,3 bis 1,5 Millionen Euro.

Vom Auftakt der Arbeiten sind zunächst einmal nur die Radfahrer betroffen, erklärt Bauleiterin Mareike Eibel. „Für sie gibt es großräumige Umleitungen. Die Zuwege beispielsweise zum Tannenbusch sind frei.“ Betroffene Schulen in Nievenheim oder im Schulzentrum Mitte sind informiert worden, damit sie die Schüler, die per Fahrrad in die Schule kommen, darauf hinweisen. Für die Radfahrer ist etwas Besonderes geplant: Der neue Kreuzungsbereich wird per Kamera so kontrolliert, dass ankommende Radfahrer grünes Ampellicht erhalten – sofern es der Autoverkehr erlaubt, der Vorrang genießt.

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Dass die Arbeiten im Schwerpunkt in die Sommerferien fallen, ist genauso geplant worden, um die Auswirkungen auf die Autofahrer so gering wie möglich zu halten. „Der Zeitplan ist ehrgeizig und eng gesteckt, sagt Eibel. Mit Ende der Sommerferien soll der Umbau der Kreuzung bis auf ein paar Restarbeiten fertig sein. „Verzögerungen kann es geben, wenn es zu heiß ist, wodurch Asphaltarbeiten beeinträchtigt würden, oder es längere Zeit regnet.“

Wichtig: Für Busse des ÖPNV und für Polizei und Rettungswagen bleibt der Kreuzungsbereich befahrbar, betont die Bauleiterin. Sie warnt: „Sollten auch Autofahrer dort hineinfahren, werden wir sicherlich die Polizei einschalten. Also bitte den angegebenen Umleitungen Folge leisten.“ Diese Umleitungen schlägt Straßen-NRW vor:

Aus Richtung Nievenheim/Neusser Süden:

a) zur A 57, Fahrtrichtung Neuss: über die Neusser Landstraße/L 380, links auf die Horremer Straße, rechts auf die Haberlandstraße (am dortigen Schulzentrum vorbei), rechts auf die Provinzialstraße, dann rechts auf die A57 abbiegen.

b) zur A 57, Fahrtrichtung Köln: zunächst wie unter a) beschrieben; von der Provinzialstraße nach links auf die Alte Heerstraße abbiegen und durch das Gewerbegebiet Top West fahren, dann rechts auf die Europastraße bis zur A57-Auffahrt.

c) hinter dem Ortsausgang Nievenheim vor der Esso-Tankstelle nach rechts auf den Straberger Weg (L 36) in Richtung Straberg abbiegen; auf der Norbertstraße durch den Ort fahren, weiter auf der Winand-Kayser-Straße bleiben bis zur Klosterstraße (L 280). Nach links abbiegen, in Delhoven rechts abbiegen auf die Hauptstraße, durch den Ort fahren bis nach Hackenbroich und dort nach links auf die Dr.-Geldmacher-Straße abbiegen. Am Kreiskrankenhaus und Schulzentrum Hackenbroich vorbei bis zur Roggendorfer Straße/K 18, links abbiegen und von dort rechts auf die Autobahn 57 fahren.

Wer aus Richtung Neuss oder Köln kommend die A57 verlässt, benutzt die oben angegebenen Strecken in der Gegenrichtung.

In den vergangenen Jahren hat es an der Unfall-Kreuzung regelmäßig gekracht. Neben zu hoher Geschwindigkeit war offenbar auch die Tatsache verantwortlich, dass Autofahrer, die aus Richtung Nievenheim kommen, von Autofahrern, die von der Franz-Gerstner-Straße nach links Richtung Delhoven abbiegen wollen, zu spät gesehen werden. Alleine in der Zeit von Mitte 2014 bis Ende 2017 wurden von der Polizei 34 Unfälle registriert, bei denen 45 Menschen leicht und vier schwer verletzt wurden.

Die neue Kreuzung wird künftig neben der Mittelspur auch eigene Fahrstreifen für Rechts- und Linksabbieger erhalten – und das in jede Fahrtrichtung. Das soll für zusätzliche Sicherheit sorgen. Ein zeitweise von Politikern ins Gespräch gebrachter Kreisverkehr wird dort nicht umgesetzt, der Verkehr auf der Kreuzung soll durch eine Ampelanlage geregelt werden.