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Verkehr in Dormagen: Radwegsanierung geht in die Tiefe

Verkehr in Dormagen : Radwegsanierung geht in die Tiefe

Die Vollsanierung des Radwegs an der L 280 soll für mehr Komfort beim Radeln sorgen. Dazu wird die Strecke bis in die Tiefe erneuert. In sechs Wochen soll man hier entspannt rollen können.

Als am Freitag die Autofahrer an der groß angekündigten Baustelle zur Sanierung des Radwegs an der L 280 im Bereich der L 380 (Franz-Gerstner-Straße) vorbei kamen, staunten sie nicht schlecht – war doch noch so gar nicht viel zu sehen von den erwarteten umfangreichen Bautätigkeiten.

Doch der erste Blick trügt: „Wir sind wie angekündigt am Dienstag mit den ersten Planungsarbeiten gestartet und haben angefangen alles vorzubereiten“, sagt Klaus Dahmen, der zuständige Projektleiter für diese Baustelle bei Straßen.NRW. Im Detail bedeute das, dass zunächst der Randstreifen freigelegt und die Grasnarbe entfernt werden, bevor es an die größeren Arbeiten geht.

Seit Donnerstag nun gehe es dem Radweg richtig an den Kragen: Die alten Betonplatten werden Platte für Platte durch einen Bagger angehoben und entsorgt. „Es handelt sich hier um einen Vollausbau“, sagt Dahmen. Das erkläre auch, warum für die Sanierung der etwa 1200 Meter Radweg bis zum Tannenbusch rund sechs Wochen veranschlagt sind – eine Zeitspanne für die Sanierung ganzer Straßenabschnitte.

Als nächster Schritt werde der komplette Unterbau bis in eine Tiefe von rund einem halben Meter ausgehoben und entsorgt, erläutert Dahmen. „Da wird der Feinsand rausgenommen, so etwas hat man früher verbaut“, sagt er. Aufgefüllt wird danach zunächst mit einer Frostschutzschicht, die aus Schottermaterial besteht und auch die Tragfähigkeit des neuen Radwegs erhöht. Zum Schluss kommt als Abschluss eine durchgehende Asphaltschicht auf die Radstrecke.

Die Nutzer des Radwegs dürfen also in Zukunft damit rechnen, ihre Räder dort ruhig und ohne größere Schlaglöcher und Bodenwellen laufen zu lassen. „Die alten Betonplatten hatten alle paar Meter eine Fuge“, sagt Dahmen. Und die würden je nach Jahreszeit „arbeiten“. „Im Sommer, wenn es heiß ist, entstehen in diesen Fugen dicke Wulste.“ Als Radfahrer merke man das dann daran, dass man alle paar Meter über eine Bodenwelle fährt. „Und im Winter entstehen teilweise richtige Risse in den Fugen. Da wachsen dann, wenn es wieder wärmer wird, Gras und Unkraut drin.“ Spritzen dürfe man dagegen nicht mehr, das sei inzwischen verboten.

Auch die Wurzeln der dem Radweg angrenzenden Bäume seien mit dafür Schuld, dass die alten Platten teilweise hoch gedrückt wurden und die Radfahrer behinderten. Bei der Vollsanierung könne man sich nun auch großräumig darum kümmern. Die Sanierung soll planmäßig in sechs Wochen abgeschlossen sein.