Verkehr in Dormagen: Neues Programm soll Ampelschaltung verbessern

Verkehr in Dormagen : Neues Programm soll Ampelschaltung verbessern

Weiterhin in Geduld üben müssen sich Autofahrer, die zu Spitzenzeiten morgens und spätnachmittags den Kreuzungsbereich der beiden Landstraßen 280 und 380 passieren. Denn noch immer fehlt es an einer zufriedenstellenden Ampelschaltung.

Auch am Dienstag funktionierte es nicht so, wie es sich nicht nur Autofahrer, sondern auch der Landesbetrieb Straßen-NRW wünscht, der zuvor in beeindruckend schneller Zeit von sechseinhalb Wochen den gesamten Kreuzungsbereich umgebaut hatte.

Aber die Signalschaltungen funktionieren auch eine Woche nach der offiziellen Abnahme der Kreuzung noch nicht. Davon nicht besonders begeistert zeigte sich auch Stephan Gericke, Verkehrsingenieur beim Landesbetrieb: „Wir haben unseren Unmut gegenüber der Fachfirma geäußert und klar gemacht, dass wir schnellstens eine Lösung erwarten.“ Ein Programmierer der Firma aus Köln habe, so heißt es, zwei Fehler im Betriebssystem gefunden. „Wir hoffen, dass diese für den ,Ausstieg’ und das Hängenbleiben verantwortlich sind“, so Gericke. Am Dienstag Nachmittag sollte eine neue Version der Steuerung eingespielt werden, in der Hoffnung, dass in der Folge die Grünphasen für die Linksabbieger endlich passen, Fahrzeuge, aber vor allem auch Radfahrer „erkannt“ werden und die Ampeln dann entsprechend bedarfsgerecht reagieren.

Die Kreuzung war nach ihrem Umbau, der rund 1,5 Millionen Euro teuer war, Ende August für den Verkehr freigegeben worden. Es gibt nun in allen vier Fahrtrichtungen eigene Links- und Rechtsabbiegespuren. „Das trägt erheblich zur Verkehrssicherheit bei“, sagte Klaus Dahmen, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen NRW. Die Kreuzung galt vor ihrem Umbau als die gefährlichste im Rhein-Kreis Neuss. Dutzende Unfälle mit vielen Verletzten musste die Polizei registrieren.

(schum)