Verkehr in Dormagen: Neuer Kreisverkehr an Haberlandstraße diskutiert

Verkehr in Dormagen : Neuer Kreisverkehr an der Haberlandstraße in der Diskussion

Bei einem Ortstermin an der Ampel an der Robert-Koch-Straße beobachteten Verwaltung, Politik, Anwohner, Schulleitung und Eltern den Schulwegverkehr.

Kinder zu Fuß oder mit dem Rad auf dem Weg zur Schule, in Eile abbiegende Autofahrer, die plötzlich bremsen, und in zweiter Reihe parkende Eltern – alle Verkehrsteilnehmer wurden am Donnerstag an der Haberlandstraße unter die Lupe genommen. Zum dritten und vorerst letzten Ortstermin zum Thema Kreisverkehr trafen sich an der Ecke zur Robert-Koch-Straße um 7.45 Uhr einige Vertreter der Stadt, Politik, Schule, Eltern und Anwohner, um die Auswirkungen eines Kreisverkehrs an dieser Stelle zu diskutieren.

Bereits beim Stadtteilgespräch Dormagen-Mitte Ende Mai war der Unmut vieler Anwohner und Eltern zu hören, die von den Kreisverkehr-Plänen für die Kreuzungen der Haberland- mit der Zonser- und mit der Robert-Koch-Straße nicht viel halten. Sie befürchten durch die Kreisel einen unsichereren Schulweg für ihre Kinder. Dem hatte die Verwaltung widersprochen. Neben den beiden Ampel-Kreuzungen wurde im September auch ein gut funktionierender Kreisverkehr in der Nähe der Grundschule Burg an der Salm-Reifferscheidt-Allee in Hackenbroich begutachtet.

Bürgermeister Erik Lierenfeld betonte am Donnerstag: „Es gibt keine Notwendigkeit, hier unbedingt einen Kreisverkehr zu bauen, auch wenn er ebenso wie die Ampel eine sichere Anlage ist.“ Nötig werden könnte eine neue Querungsart, da die Lebensdauer der Ampelanlagen bald abläuft. „Dann wäre ein Kreisverkehr, der den Verkehrsfluss insgesamt verbessern würde, eine gute Alternative“, erklärte der städtische Verkehrsplaner Peter Tümmers. Denn durch Zebrastreifen wären die Autofahrer zur Rücksicht gezwungen und könnten nicht mehr „durchrasen“. Für Kinder wäre durch eine neue Mittelinsel zudem der Weg über die Haberlandstraße in zwei Abschnitten möglich, außerdem soll die Straße direkt vor dem Kreisverkehr auf jeweils eine Spur verkleinert werden.

Wie zahlreiche Eltern ihrer Schüler würde Monika Scholz, Rektorin der Erich-Kästner-Schule, „die gefühlte Sicherheit der Ampel“ vorziehen. Allerdings würde sich sich der Alternative Kreisverkehr bei nicht mehr nachrüstbarer Ampel nicht verschließen: „Dann würden wir mit unseren Kindern natürlich verstärkt den Kreisverkehr-Überweg üben“, sagte sie.

Lierenfeld erläuterte das weitere Vorgehen: „Wir haben zahlreiche Hinweise bekommen, die wir jetzt sichten. Wir geben einen Vorschlag in den Planungs- und Umweltausschuss, wo dann entschieden wird, ob die beiden Kreisverkehre geplant werden sollen.“ Auch dann werde es auf jeden Fall noch mal eine Beteiligung der Anwohner und der Schule geben, bevor im Planungsausschuss endgültig über den Kreisel-Bau entschieden wird.

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